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Landesvorschriften und Landesrechtsprechung


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Inhalt
Aktuelle Gesamtausgabe
Änderungshistorie
juris-Abkürzung:EsprehmMNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum:29.07.1965
Textnachweis ab:01.01.2003
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Schleswig-Holstein
Fundstelle:GVOBl. 1965, 55
Gliederungs-Nr:791-3-61
Verordnung über das Naturschutzgebiet „Esprehmer Moor“
Vom 29. Juli 1965
Zum 14.11.2018 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 2 und 3 geänd. (Art. 85 LVO zur Anpassung von Rechtsvorschriften an geänderte Zuständigkeiten der obersten Landesbehörden und geänderte Ressortbezeichnungen v. 12.10.2005, GVOBl. S. 487)

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Auf Grund der §§ 4, 7, 12 Abs. 2, des § 13 Abs. 2, der §§ 15 und 23 des Reichs-naturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (Reichsgesetzbl. I S. 821) in der Fassung der Gesetze vom 29. September 1935 (Reichsgesetzbl. I S. 1191), vom 1. Dezember 1936 (Reichsgesetzbl. I S. 1001) und vom 20. Januar 1938 (Reichsgesetzbl. I S. 36) sowie des § 7 Abs. 5 und des § 9 der Verordnung zur Durchführung des Reichs-naturschutzgesetzes vom 31. Oktober 1935 (Reichsgesetzbl. I S. 1275) in der Fassung der Verordnung vom 16. September 1938 (Reichsgeetzbl. I S. 1184) wird in Verbindung mit Artikel 129 des Grundgesetzes verordnet:

§ 1

Das in der Gemarkung Borgwedel, Kreis Schleswig, liegende Moor wird als Naturschutzgebiet „Esprehmer Moor“ unter Nr. 63 in das Landesnaturschutzbuch eingetragen und damit unter den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes gestellt.

§ 2

(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 37,5892 ha und umfaßt in der Gemarkung Borgwedel

die Flurstücke 36/1, 37, 38, 39, 40, 43/1, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107, 108/1, 110, 111, 112, 113, 114, 165/115, 166/115, 116, 117/1, 119, 120, 121, 122, 123, 124, 125/1, 169/125, 168/125, 126, 127, 129, 130, 131, 135/1, 136, 137, 138, 139, 140, 142/1, 143, 144, 145, 146, 147, 148, 149, 150, 156 der Flur 5,

die Flurstücke 1, 2, 3, 4, 6, 69/5, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25 der Flur 10.

(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einem Maßtischblatt 1 : 25.000 und einer Katasterkarte 1 : 2.000 rot eingetragen. Die Karten sind niedergelegt bei dem Minister für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberste und höhere Naturschutzbehörde in Kiel, bei dem Landrat des Kreises Schleswig als untere Naturschutzbehörde in Schleswig und bei dem Amt Haddeby in Busdorf.

§ 3

(1) Im Naturschutzgebiet ist es verboten:

a)

Pflanzen einzubringen, zu beschädigen, auszureißen oder auszugraben;

b)

Tiere auszusetzen, freilebenden Tieren nachzustellen, sie durch Lärmen mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen oder zu töten, oder Puppen, Larven, Eier oderm Nester und sonstige Brut- und Wohnstätten dieser Tiere fortzunehmen oder zu beschädigen, unbeschadet der berechtigten Abwehrmaßnahmen gegen Kulturschädlinge;

c)

Bodenbestandteile abzubauen, Sprengungen oder Grabungen vorzunehmen, Schutt oder Bodenbestandteile einzubringen oder die Bodengestalt einschließlich der Wasserflächen auf andere Weise zu verändern oder zu beschädigen;

d)

Kultivierungs- oder größere Entwässerungsmaßnahmen durchzuführen;

e)

Aufforstungen vorzunehmen;

f)

Bild- oder Schrifttafeln anzubringen, ausgenommen solche, die auf amtliche Anordnungen besonders auf den Schutz des Gebietes hinweisen;

g)

bauliche Anlagen und elektrische Leitungsmaste zu errichten;

h)

Abfälle, Müll oder Schutt im oder am Rande des Naturschutzgebietes abzulagern;

i)

zu lagern oder zu zelten.

(2) In besonderen Fällen kann der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Ausnahmen von den Vorschriften des Absatzes 1 zulassen.

§ 4

Unberührt von dem Verbot des § 3 Abs. 1 bleiben:

a)

die landwirtschaftliche Nutzung in dem bisher üblichen Umfange;

b)

die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd;

c)

die Torfgewinnung für den eigenen Bedarf.


§ 5

Wer den Vorschriften dieser Verordnung vorsätzlich oder fahrlässig zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und nach dem § 16 der Verordnung zur Durchführung des Reichsnaturschutzgesetzes bestraft.

§ 6

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.