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Landesvorschriften und Landesrechtsprechung


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Inhalt
Aktuelle Gesamtausgabe
juris-Abkürzung:JagdZV SH 2019
Ausfertigungsdatum:06.03.2019
Gültig ab:29.03.2019
Gültig bis:28.03.2024
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Schleswig-Holstein
Fundstelle:GVOBl. 2019, 59
Gliederungs-Nr:B 792-1-29
Landesverordnung über jagdbare Tierarten und über die Jagdzeiten
Vom 6. März 2019
Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 29.03.2019 bis 28.03.2024

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Aufgrund der §§ 17a und 38 des Landesjagdgesetzes in der Fassung vom 13. Oktober 1999 (GVOBl. Schl.-H. S. 300, ber. 2008 S. 135), zuletzt geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 21. Februar 2018 (GVOBl. Schl.-H. S. 58, ber. S. 128), in Verbindung mit § 2 Absatz 2 , § 19 Absatz 2 und des § 22 Absatz 1 Satz 3, Absatz 2 Satz 2 und Absatz 4 Satz 2 des Bundesjagdgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. September 1976 (BGBl. I S. 2849), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 14. November 2018 (BGBl. I S. 1850), verordnet das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung:

§ 1
Jagdbare Tierarten

Über die in § 2 Absatz 1 des Bundesjagdgesetzes aufgeführten Tierarten hinaus unterliegen folgende Tierarten dem Jagdrecht:

1.

Marderhund

Nyctereutes procyonoides

2.

Mink

Neovison vison

3.

Waschbär

Procyon lotor

4.

Nutria

Myocastor coypus

5.

Rabenkrähe

Corvus corone

6.

Nebelkrähe

Corvus cornix

7.

Elster

Pica pica

8.

Nilgans

Alopochen aegyptiacus

§ 2
Jagdzeiten, Jagdbeschränkungen

(1) Für die nach Bundes- und Landesrecht jagdbaren Tierarten gelten, abweichend von der Verordnung über die Jagdzeiten vom 2. April 1977 (BGBl. I S. 531), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. März 2018 (BGBl. I S. 226), folgende Jagdzeiten:

Rotwild

 

Kälber

1. August bis 31. Januar

Schmalspießer

1. Mai bis 31. Januar

Schmaltiere

1. Mai bis 31. Mai und 1. August bis 31. Januar

Damwild

 

Kälber

1. September bis 31. Januar

Schmalspießer

1. Mai bis 31. Januar

Schmaltiere

1. Mai bis 31. Mai und 1. September bis 31. Januar

Sikawild

 

Kälber

1. September bis 31. Januar

Schmalspießer

1. Mai bis 31. Januar

Schmaltiere

1. Mai bis 31. Mai und 1. September bis 31. Januar

Rehwild

 

Böcke

1. Mai bis 31. Januar

Kitze

1. September bis 31. Januar

Schmalrehe

1. Mai bis 31. Mai und 1. September bis 31. Januar

 

Feldhasen

1. Oktober bis 31. Dezember

Wildkaninchen

1. Oktober bis 31. Dezember

Nutrias

1. August bis 28. Februar

Füchse

1. Juli bis 28. Februar
Jungfüchse ganzjährig

Marderhunde

ganzjährig, vorbehaltlich der Bestimmung des § 22 Absatz 4 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes

Waschbären

ganzjährig, vorbehaltlich der Bestimmung des § 22 Absatz 4 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes

 

Iltisse

16. Oktober bis 28. Februar

Hermeline

16. Oktober bis 28. Februar

Mauswiesel

16. Oktober bis 28. Februar

Dachse

1. August bis 31. Januar

Minke

ganzjährig, vorbehaltlich der Bestimmung des § 22 Absatz 4 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes

Ringeltauben

1. November bis 31. Januar

Graugänse

1. August bis 31. Januar mit der Maßgabe, dass die Jagd in der Zeit vom 1. September bis 31. Oktober und vom 16. Januar bis 31. Januar nur zur Schadensabwehr auf gefährdeten Acker- und Grünlandkulturen ausgeübt werden darf

Kanada- und Nilgänse

1. August bis 31. Januar

Nonnengänse

1. Oktober bis 15. Januar mit der Maßgabe, dass die Jagd nur zur Vergrämung und lediglich in den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen, Pinneberg und Steinburg außerhalb von europäischen Vogelschutzgebieten und nur zur Schadensabwehr auf gefährdeten Acker- und Grünlandkulturen durchgeführt werden darf; die Notwendigkeit zur Abwehr erheblicher Schäden auf Grünlandkulturen muss zuvor durch einen anerkannten Sachverständigen festgestellt worden sein; die erlegten Nonnengänse sind in der Wildnachweisung gesondert zu erfassen

Pfeifenten

1. Oktober bis 15. Januar mit der Maßgabe, dass die Jagd in den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg und auf der Insel Fehmarn zur Abwehr erheblicher Schäden auf gefährdeten Ackerkulturen auch zur Nachtzeit ausgeübt werden darf

Rabenkrähen

1. August bis 20. Februar

(2) Auf folgende Wildarten darf die Jagd nicht ausgeübt werden: Rebhühner, Fasanenhennen, Türkentauben, Höckerschwäne, Ringel-, Bläss- und Saatgänse, Spieß-, Berg-, Tafel-, Samt- und Trauerenten, Blässhühner, Lach-, Sturm-, Mantel- und Heringsmöwen, Nebelkrähen und Elstern.

(3) Im Bereich der Deichkörper, Warften oder sonstiger Erhöhungen außerhalb der Seedeiche darf die Jagd auf Wildkaninchen und Füchse zur Gewährleistung der Deichsicherheit und zum Schutz von Küstenvögeln ganzjährig ausgeübt werden.

§ 3
Inkrafttreten, Außerkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Sie tritt mit Ablauf von fünf Jahren nach ihrem Inkrafttreten außer Kraft.

(2) Mit Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Landesverordnung über jagdbare Tierarten und über die Jagdzeiten vom 11. März 2014 (GVOBl. Schl.-H. S. 58) *) außer Kraft.

Die vorstehende Verordnung wird hiermit ausgefertigt und ist zu verkünden.

Kiel, 6. März 2019

Jan Philipp Albrecht
Minister
für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Fußnoten

*)

GS Schl.-H. II, Gl.Nr. B 792-1-28