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Landesvorschriften und Landesrechtsprechung


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Aktuelle Gesamtausgabe
Änderungshistorie
Amtliche Abkürzung:StrVRZustVO
Ausfertigungsdatum:08.11.2004
Gültig ab:26.11.2004
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Schleswig-Holstein
Fundstelle:GVOBl. 2004, 423
Gliederungs-Nr:200-0-353
Landesverordnung über die zuständigen Behörden
und Stellen nach dem Straßenverkehrsrecht
(Straßenverkehrsrechts-Zuständigkeitsverordnung - StrVRZustVO)
Vom 8. November 2004
Zum 18.12.2018 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 3 und 8 geändert, § 4a eingefügt, Anlage angefügt (LVO v. 21.07.2017, GVOBl. S. 426)

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

GS Schl.-H. II, Gl.Nr. 200-0-353

Aufgrund

1.

des § 28 des Landesverwaltungsgesetzes,

2.

des § 1 des Gesetzes über Ermächtigungen zum Erlass von Rechtsverordnungen vom 3. Juli 1961 (BGBl. I S. 856) in Verbindung mit

a)

§ 44 Abs. 4 und § 45 Abs. 3 a Satz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung vom 16. November 1970 (BGBl. I S. 1565), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 22. Januar 2004 (BGBl. I S. 117),

b)

§ 68 Abs. 1 Satz 2 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. September 1988 (BGBl. I S. 1793), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 24. September 2004 (BGBl. I S. 2374),

3.

des § 5 b Abs. 6 Satz 7 und 8 des Straßenverkehrsgesetzes,

4.

des § 70 Abs. 5 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung

verordnet die Landesregierung:

§ 1

(1) Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein ist höhere Verwaltungsbehörde nach

1.

§ 44 Absatz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO),

2.

§ 68 Absatz 1 in Verbindung mit § 70 Absatz 1 Nummer 1 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO),

3.

§ 73 Absatz 1 Satz 1 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV).

(2) Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr ist Straßenverkehrsbehörde nach § 44 Absatz 1 Satz 1 StVO für die Bundesautobahnen im Land Schleswig-Holstein.

(3) Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein ist zuständig für

1.

die Anordnung der Tilgung von Eintragungen im Verkehrszentralregister nach § 29 Absatz 3 Nummer 2 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG),

2.

die Erteilung von Erlaubnissen nach § 29 Absatz 3 StVO und Ausnahmegenehmigungen nach § 46 Absatz 1 Nummer 2 und Nummer 5 StVO,

3.

den Abschluss von Vereinbarungen nach § 44 Absatz 4 StVO,

4.

die Genehmigung von Ausnahmen nach § 46 Absatz 2 Satz 1 und 2 StVO, soweit nicht in § 7 etwas anderes bestimmt ist,

5.

die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen nach § 70 Absatz 1 Nummer 2 StVZO, sofern diese in Verbindung mit der Erteilung einer Ausnahmegenehmigung nach § 70 Absatz 1 Nummer 1 StVZO beantragt wird,

6.

die Aufsicht über die amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen nach Nummer 9.1 der Anlage VIIIb zur StVZO,

7.

für die Erteilung von Weisungen und das Treffen von Maßnahmen nach § 46 Absatz 1 Satz 2 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) vom 3. Februar 2011 (BGBl. I S. 139), zuletzt geändert durch Artikel 16 der Verordnung vom 2. Juni 2016 (BGBl. I S. 1257),

8.

die Festlegung von Prüforten nach § 17 Absatz 4 Satz 4 FeV,

9.

die amtliche Anerkennung von Kursleitern der besonderen Aufbauseminare nach § 36 Absatz 6 Satz 1 FeV,

10.

die amtliche Anerkennung von Begutachtungsstellen für Fahreignung nach § 66 Absatz 1 FeV,

11.

die Anerkennung von Sehteststellen nach § 67 Absatz 1 FeV,

12.

die Aufsicht über die Inhaber der Anerkennung nach § 67 Absatz 3 Satz 4 FeV,

13.

die nachträgliche Erteilung von Auflagen, den Widerruf der Anerkennung im Einzelfall und die Aufsicht über die Sehteststellen nach § 67 Absatz 5 Satz 2 FeV,

14.

die Anerkennung von Kursen zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung nach § 70 Absatz 1 FeV,

15.

die Rücknahme und den Widerruf der amtlichen Anerkennung von verkehrspsychologischen Beratern nach § 71 Absatz 5 Satz 1 FeV,

16.

die Genehmigung von Ausnahmen nach § 74 Absatz 1 Nummer 1 FeV, soweit nicht in § 2 etwas anderes bestimmt ist,

17.

die Ausführung des Fahrlehrergesetzes vom 25. August 1969 (BGBl. I S. 1336), zuletzt geändert durch Artikel 473 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474), soweit nicht in § 2 etwas anderes bestimmt ist,

18.

die Errichtung eines Prüfungsausschusses, die Berufung seiner Mitglieder und die Bestimmung der oder des Vorsitzenden nach den §§ 1 und 3 Satz 1 der Prüfungsordnung für Fahrlehrer vom 19. Juni 2012 (BGBl. I S. 1302), geändert durch Artikel 4 der Verordnung vom 16. April 2014 (BGBl. S. 348).

(4) Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein ist anzuhörende Behörde nach § 70 Absatz 2 StVZO.

§ 2

(1) Die Landrätinnen und Landräte sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der kreisfreien Städte als Kreisordnungsbehörden sind

1.

Straßenverkehrsbehörden nach

a)

der StVO, soweit nicht in den §§ 1, 3 und 4 etwas anderes bestimmt ist,

b)

§ 4 Absatz 1 der Ferienreiseverordnung vom 13. Mai 1985 (BGBl. I S. 774), zuletzt geändert durch Artikel 480 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474),

c)

§ 40 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Mai 2013 (BGBl. I S. 1274), zuletzt geändert durch Artikel 76 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474),

2.

Verwaltungsbehörde nach § 68 Absatz 1 StVZO,

3.

untere Verwaltungsbehörde nach § 46 Absatz 1 Satz 1 FZV,

4.

zuständige Behörde nach § 32 Absatz 1 Satz 1 des Fahrlehrergesetzes in Angelegenheiten der

a)

Fahrlehrererlaubnis nach dem ersten Abschnitt des Fahrlehrergesetzes,

b)

Fahrschulerlaubnis und Zweigstellenerlaubnis nach dem zweiten Abschnitt des Fahrlehrergesetzes,

und ihrer unter Beachtung der §§ 33 und 33a Fahrlehrergesetz durchzuführenden Überwachung,

5.

Fahrerlaubnisbehörden nach § 73 Absatz 1 Satz 1 FeV,

6.

Genehmigungsbehörden nach § 2 Absatz 2 der EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung vom 3. Februar 2011 (BGBl. I S. 126), zuletzt geändert durch Artikel 4 der Verordnung vom 19. Oktober 2012 (BGBl. I S. 2232).

(2) Die Landrätinnen und Landräte sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der kreisfreien Städte als Kreisordnungsbehörden sind zuständig für

1.

das Ergreifen von Maßnahmen nach § 4 Absatz 1 StVG,

2.

die Entscheidung über die Schadensbeseitigung und die Entschädigungsleistung nach § 5b Absatz 6 StVG,

3.

die Anordnung oder Änderung von Übermittlungssperren nach § 41 StVG,

4.

die Genehmigung von Ausnahmen nach § 4 Absatz 3 Satz 1 der Ferienreiseverordnung,

5.

die Genehmigung von Ausnahmen nach § 70 Absatz 1 Nummer 2 StVZO, soweit nicht der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein nach § 1 Absatz 3 Nummer 5 zuständig ist,

6.

die Genehmigung von Ausnahmen nach § 74 Absatz 1 Nummer 1 FeV von folgenden Vorschriften,

a)

§ 18 Absatz 1 FeV über den Zeitraum bis zur Wiederholung der Prüfung,

b)

§ 48 Absatz 4 Nummer 2 FeV über das Mindestalter für Fahrerlaubnisse zur Fahrgastbeförderung,

7.

die Bestimmung von geeigneten Stellen nach § 48 Absatz 4 Nummer 7 Satz 2 FeV,

8.

die Anerkennung von Stellen, die Unterweisungen in lebensrettenden Sofortmaßnahmen oder Ausbildungen in Erster Hilfe durchführen, nach § 68 Absatz 1 FeV,

9.

die Aufsicht über die Inhaber der Anerkennung nach § 68 Absatz 2 Satz 6 FeV,

10.

die Genehmigung von Ausnahmen nach § 47 Absatz 1 FZV.

(3) Die Landrätinnen und Landräte als Kreisordnungsbehörden sind für die Erteilung von Erlaubnissen nach § 44 Absatz 3 in Verbindung mit § 29 Absatz 2 und § 30 Absatz 2 StVO zuständig, wenn sich eine Veranstaltung über den Bezirk der nach § 3 oder § 4 zuständigen Behörde hinaus ausschließlich auf das eigene Kreisgebiet erstreckt.

(4) Die Landrätinnen und Landräte sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der kreisfreien Städte als Kreisordnungsbehörden sind für die Erteilung von Erlaubnissen nach § 44 Absatz 3 in Verbindung mit § 29 Absatz 2 und § 30 Absatz 2 StVO zuständig, wenn sich eine Veranstaltung über den Bezirk einer Kreisordnungsbehörde hinaus erstreckt. Dies gilt auch für länderübergreifende Veranstaltungen. Örtlich zuständig ist diejenige Kreisordnungsbehörde, in deren Bezirk die Veranstaltung beginnt.

§ 3

(1) Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern als örtliche Ordnungsbehörden sind Straßenverkehrsbehörden nach folgenden Vorschriften der Straßenverkehrs-Ordnung:

1.

§ 44 Absatz 3 Satz 1 in Verbindung mit § 29 Absatz 2 und § 30 Absatz 2 StVO,

2.

§ 45 StVO,

3.

§ 46 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 3, 4, 4 a, 4 b, 5 a, 5 b, 6, 8 bis 12 StVO.

(2) Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern als örtliche Ordnungsbehörden werden auf Antrag zu Straßenverkehrsbehörden nach § 45 StVO bestimmt, sofern diese nachweisen, dass sie die personellen und finanziellen Voraussetzungen für eine sachgerechte Wahrnehmung der damit verbundenen Aufgaben erfüllen.

(3) Über den Antrag nach Absatz 2 entscheidet die zum Zeitpunkt der Antragstellung für das Straßenverkehrsrecht zuständige oberste Landesbehörde durch Verordnung. Die geänderten Zuständigkeiten werden in der Anlage zu dieser Verordnung bekanntgegeben. Die Anlage ist Bestandteil der Verordnung.

§ 4

(1) Unbeschadet der Regelungen des § 3 Absatz 2 sind die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der amtsfreien Gemeinden mit bis zu 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, die Amtsvorsteherinnen und Amtsvorsteher sowie die Amtsdirektorinnen und Amtsdirektoren als örtliche Ordnungsbehörden Straßenverkehrsbehörden nach folgenden Vorschriften der Straßenverkehrs-Ordnung:

1.

§ 44 Abs. 3 Satz 1 in Verbindung mit § 29 Abs. 2 StVO,

2.

§ 45 StVO, soweit es sich um straßenverkehrsrechtliche Anordnungen

a)

über das Halten und Parken,

b)

im Zusammenhang mit Veranstaltungen nach § 29 Abs. 2 StVO,

c)

im Zusammenhang mit Arbeiten im Straßenraum,

d)

zur Verhütung außerordentlicher Schäden an Gemeindestraßen

handelt. Die Buchstaben b und c gelten nicht, wenn Anordnungen für den Bezirk mehrerer amtsfreier Gemeinden oder Ämter zu erteilen sind.

3.

§ 46 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, 4, 4 a, 4 b, 5 a, 5 b, 6, 8, 9 und 12 StVO,

4.

§ 46 Abs. 1 Satz 1 Nr. 11 StVO, soweit es sich um Ausnahmen von Verboten oder Beschränkungen des Haltens und Parkens sowie zum Befahren von Fußgängerbereichen und Fahrradstraßen handelt.

(2) Absatz 1 gilt entsprechend für die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von amtsangehörigen Gemeinden, denen nach § 1 Abs. 3 der Amtsordnung die Geschäftsführung eines Amtes übertragen worden ist.

§ 4a

(1) Auf Antrag der unteren Verwaltungsbehörde nach § 2 Absatz 1 Nummer 3 sind die Bürgermeisterinnen oder Bürgermeister der amtsfreien Gemeinden, die Amtsdirektorinnen oder Amtsdirektoren oder in ehrenamtlich verwalteten Ämtern die Amtsvorsteherinnen oder Amtsvorsteher der Ämter als örtliche Ordnungsbehörden zuständig für

1.

Änderungen von Angaben zum Fahrzeughalter bei Änderung der Anschrift innerhalb des gleichen Zulassungsbezirks nach § 13 Absatz 1 Nummer 1 FZV, sofern bei der Meldebehörde ein solches Verfahren gemäß § 13 Absatz 1 a FZV eröffnet ist, und

2.

die Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen gemäß § 14 Absatz 1 FZV.

Für die Antragstellung ist das Einvernehmen der betroffenen Behörden erforderlich, insbesondere im Hinblick auf die Kostentragung und Gebührenverwendung.

(2) Über den Antrag nach Absatz 1 entscheidet die zum Zeitpunkt der Antragstellung für das Straßenverkehrsrecht zuständige oberste Landesbehörde durch Verordnung. Die geänderten Zuständigkeiten werden in der Anlage zu dieser Verordnung bekanntgegeben. Die Anlage ist Bestandteil der Verordnung.

(3) Die Zuständigkeit der Landrätinnen und Landräte als Kreisordnungsbehörden nach § 2 Absatz 1 Nummer 3 bleibt von Absatz 1 unberührt.

§ 5

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der amtsfreien Gemeinden, die Amtsvorsteherinnen und Amtsvorsteher sowie die Amtsdirektorinnen und Amtsdirektoren als örtliche Ordnungsbehörden sind Antragsbehörden nach § 21 Abs. 1 Satz 1 FeV.

§ 6

(1) Die für das Land Schleswig-Holstein zuständige Technische Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr ist prüfende Stelle nach § 5 Abs. 1 Satz 3 FeV.

(2) Die Landesinnung der Augenoptiker von Schleswig-Holstein ist für die nachträgliche Erteilung von Auflagen, den Widerruf der Anerkennung im Einzelfall und die Aufsicht über Sehteststellen nach § 67 Abs. 4 Satz 2 bis 4 FeV zuständig.

(3) Die örtlich und fachlich zuständigen Kraftfahrzeuginnungen sind zuständig für

1.

die Anerkennung von Kraftfahrzeugwerkstätten zur Durchführung von Sicherheitsprüfungen und/oder Untersuchungen der Abgase und/oder Untersuchungen der Abgase an Krafträdern nach Nummer 1.1 der Anlage VIII c zur StVZO,

2.

die Überprüfung der Einhaltung der geltenden Vorschriften durch die anerkannten Untersuchungsstellen nach Nummer 3.2 der Anlage XVII zur StVZO,

3.

die Anerkennung von Kraftfahrzeugwerkstätten zur Durchführung von Gassystemeinbauprüfungen oder wiederkehrenden Gasanlagenprüfungen (GWP) und sonstigen Gasanlagenprüfungen nach Nummer 1.1 der Anlage XVII a zur StVZO,

4.

die Anerkennung von Kraftfahrzeugwerkstätten zur Durchführung von Prüfungen der Fahrtschreiber und Kontrollgeräte nach Nummer 1.1 der Anlage XVIII d zur StVZO.

(4) Der Landesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks in Schleswig-Holstein ist zuständig für

1.

die Aufsicht nach Nummer 6.6 der Anlage VIII zur StVZO in Verbindung mit § 72 Abs. 2 Nummer 7 Buchstabe a und b StVZO über die Inhaber der Anerkennung,

2.

die Aufsicht über die Anerkennungsstellen, das Anerkennungsverfahren und die Schulungen nach Nummer 8.1 und 8.2 der Anlage VIII c zur StVZO,

3.

die Aufsicht über die Anerkennungsstellen und das Anerkennungsverfahren und die Schulungen nach Nummer 8.1 und 8.2 der Anlage XVII a zur StVZO,

4.

die Anerkennung von Fahrtschreiber- oder Kontrollgeräteherstellern für die Durchführung von Prüfungen allgemein sowie von Fahrzeugherstellern oder Fahrzeugimporteuren zur Durchführung von Einbauprüfungen der Fahrtschreiber und Kontrollgeräte nach Nummer 1.1 der Anlage XVIII c zur StVZO,

5.

die Aufsicht über die Anerkennungsstellen, das Anerkennungsverfahren und die Schulungen nach den Nummern 9.1 und 9.2 der Anlage XVIII d zur StVZO.


§ 7

Für die Genehmigung von Ausnahmen nach § 46 Abs. 2 Satz 1 StVO von der Vorschrift des § 50 StVO sind zuständig

1.

die Landrätin oder der Landrat des Kreises Pinneberg als Kreisordnungsbehörde, wenn es sich um Kraftfahrzeuge handelt,

2.

die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister der Gemeinde Helgoland als örtliche Ordnungsbehörde, wenn es sich um Fahrräder handelt.


§ 8

(1) Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein ist Fachaufsichtsbehörde über

1.

die in den §§ 2, 3 Absatz 1, §§ 6 und 7 Nummer 1 genannten Behörden und Stellen, soweit ihnen im Rahmen dieser Verordnung die Ausführung der dort genannten Aufgaben übertragen wird,

2.

die Landrätinnen und Landräte sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der kreisfreien Städte, soweit sie bei Ordnungswidrigkeiten nach den §§ 24 und 24 a des Straßenverkehrsgesetzes zuständige Behörden im Sinne des § 36 Absatz 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten sind.

(2) Die Landrätinnen und Landräte sind untere Fachaufsichtsbehörden über die in den §§ 3 Absatz 2, §§ 4, 4a, 5 und 7 Nummer 2 genannten Behörden, soweit ihnen im Rahmen dieser Verordnung die Ausführung der dort genannten Aufgaben übertragen wird.

§ 9

Straßenbaubehörde im Sinne von § 45 Absatz 2 Satz 1 StVO ist die Behörde, welche die Aufgaben des beteiligten Trägers der Straßenbaulast wahrnimmt.

§ 10

(1) Soweit für die Anwendung dieser Verordnung das Überschreiten einer Einwohnerzahl maßgebend ist, gilt die vom Statistischen Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein nach dem Stand vom 31. März fortgeschriebene Einwohnerzahl vom 1. Januar des folgenden Jahres an. Bei einer Gebietsänderung gelten die vom Statistischen Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein festgestellten neuen Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 1. Januar des folgenden Jahres an.

(2) Ein Rückgang unter die Einwohnerzahl ist so lange unbeachtlich, als die für das Straßenverkehrsrecht zuständige oberste Landesbehörde nichts anderes bestimmt. Diese Entscheidung ist im Amtsblatt für Schleswig-Holstein zu veröffentlichen.

§ 11

Die Ermächtigung zur Bestimmung der zuständigen Behörden und Stellen nach den in dieser Verordnung genannten Rechtsvorschriften wird auf das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie übertragen.

§ 12

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig, tritt die Straßenverkehrsrechts-Zuständigkeitsverordnung vom 19. November 1998 (GVOBl. Schl.-H. S. 360) *), zuletzt geändert durch Verordnung vom 15. Februar 2002 (GVOBl. Schl.-H. S. 45), außer Kraft.

Die vorstehende Verordnung wird hiermit ausgefertigt und ist zu verkünden.

Kiel, 8. November 2004

Heide Simonis

Dr. Bernd Rohwer

Ministerpräsidentin

Minister

 

für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Fußnoten

*)

GS Schl.-H. II, Gl.Nr. 200-0-288

Anlage

(zu § 3 Absatz 2 und Absatz 3 und § 4a Absatz 1 und Absatz 2)

Zuständigkeitsverzeichnis

Gliederungs-
nummer

Zuständige Behörde und sachliche Zuständigkeit

1.1

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinden nach § 4a Absatz 1 Nummer 1

Altenholz, Ahrensburg, Ammersbek, Bad Oldesloe, Bargteheide, Barsbüttel, Büdelsdorf, Eckernförde, Ellerau, Glinde, Henstedt-Ulzburg, Husum, Kaltenkirchen, Kronshagen, Oststeinbek, Reinbek, Rendsburg, Sylt, Tönning

1.2

Amtsdirektorinnen und Amtsdirektoren, Amtsvorsteherinnen und Amtsvorsteher der ehrenamtlich verwalteten Ämter nach § 4a Absatz 1 Nummer 1

Achterwehr, Bad Bramstedt-Land, Bokhorst-Wankendorf (ausgenommen die Gemeinde Bönnebüttel), Bordesholm, Bornhöved, Dänischenhagen, Dänischer Wohld, Eiderkanal, Eiderstedt, Flintbek, Fockbek, Föhr-Amrum, Hohner Harde, Hüttener Berge, Jevenstedt, Lütjenburg-Land, Mittelholstein, Molfsee, Nortorfer Land, Mittleres Nordfriesland, Nordsee-Treene, Pellworm, Preetz-Land, Probstei, Sandesneben-Nusse, Schlei-Ostsee, Schrevenborn, Selent-Schlesen, Siek, Südtondern, Viöl

2.1

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der amtsfreien Gemeinden nach § 4a Absatz 1 Nummer 2

Ahrensburg, Ammersbek, Bad Oldesloe, Bargteheide, Barsbüttel, Ellerau, Glinde, Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen, Oststeinbek, Reinbek

2.2

Amtsdirektorinnen und Amtsdirektoren, Amtsvorsteherinnen und Amtsvorsteher der ehrenamtlich verwalteten Ämter nach § 4a Absatz 1 Nummer 2

Bad Bramstedt-Land, Bokhorst-Wankendorf (ausgenommen die Gemeinde Bönnebüttel), Bornhöved, Lütjenburg-Land, Preetz-Land, Probstei, Sandesneben-Nusse, Schrevenborn, Selent-Schlesen, Siek