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Landesvorschriften und Landesrechtsprechung


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Vorschrift
Normgeber:Innenministerium
Aktenzeichen:IV 333 - 166.080
Erlassdatum:04.09.2008
Fassung vom:07.11.2008
Gültig ab:07.11.2008
Gültig bis:31.12.2018
Quelle:Wappen Schleswig-Holstein
Gliederungs-Nr:2135.25
Normen:§ 9 BrSchG, § 42 BrSchG
Fundstelle:Amtsbl SH 2008, 840
Dienstkleidungsvorschrift für die Feuerwehren im Lande Schleswig-Holstein

Dienstkleidungsvorschrift für die Feuerwehren im Lande Schleswig-Holstein

Gl.-Nr. 2135.25

Fundstelle: Amtsbl. Schl.-H. 2008 S. 840





Erlass des Innenministeriums

vom 4. September 2008 – IV 333 – 166.080 –



Änderungen und Ergänzungen:

1. geänd. Bek. v. 07. November 2008 (Amtsbl. S. 1041) [eingearbeitet]





Aufgrund des § 42 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes über den Brandschutz und die Hilfeleistung der Feuerwehren (Brandschutzgesetz – BrSchG) vom 10. Februar 1996 (GVOBl. Schl.-H. S. 200), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 7. Januar 2008 (GVOBl. S. 12), erkenne ich die nachfolgend als Anlage abgedruckten Dienstkleidungsbestimmungen für die Feuerwehren im Lande Schleswig-Holstein als verbindlich an.



Die Träger der Feuerwehren stellen den Angehörigen der Feuerwehren unentgeltlich Dienst- und Einsatzschutzkleidung zur Verfügung. Sonstige Schutzkleidung gemäß den Unfallverhütungsvorschriften ist nach Bedarf zu stellen.



Dieser Erlass tritt am Tage nach seiner Veröffentlichung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Dienstkleidungsvorschrift für die Feuerwehren im Lande Schleswig-Holstein vom 14. Januar 1998 (Amtsbl. Schl.-H. S. 24)*), geändert durch Bekanntmachung vom 13. Februar 2007 (Amtsbl. Schl.-H. S. 188), außer Kraft.



Dieser Erlass tritt am 31. Dezember 2013 außer Kraft*).





Anlage



Dienstkleidungsbestimmungen
für die Feuerwehren im Lande Schleswig-Holstein
1)



1
In diesen Dienstkleidungsbestimmungen werden geregelt:
die Einsatzschutzkleidung,
die Schutzkleidung der Jugendabteilung,
die Dienstkleidung,
die Dienstgrad- und Funktionsabzeichen,
Kennzeichnung von Führungskräften im Einsatz und
die Trageweise.
Auf der Kleidung ist Werbung nicht zulässig.


2
Die Einsatzschutzkleidung muss – sofern nachfolgend nicht geregelt – den Bestimmungen der Unfallverhütungsvorschriften bzw. den arbeitschutzrechtlichen Vorschriften entsprechen. Sie unterteilt sich in eine allgemeine Feuerwehrschutzkleidung, die für jeden Feuerwehrangehörigen als Mindestschutz gilt und in eine spezielle Feuerwehrschutzkleidung für jede Atemschutzgeräteträgerin und jeden Atemschutzgeräteträger.


Die allgemeine Feuerwehrschutzkleidung wird als Mindestschutz bei Schulungs- und Übungsdiensten, der technischen Hilfeleistung und Brandbekämpfung ohne Atemschutz (ausschließlich im Freien) getragen.


Die spezielle Feuerwehrschutzkleidung wird bei der Brandbekämpfung unter Einsatz von Atemschutzgeräten getragen.


Hinweise:
Die allgemeine Feuerwehrschutzkleidung ist jeder Einsatzkraft – auch den mit der speziellen Feuerwehrschutzkleidung ausgestatteten Atemschutzgeräteträgerinnen und Atemschutzgeräteträgern – zur Verfügung zu stellen.


Die spezielle Feuerwehrschutzkleidung bietet für einige Einsatz- und Übungszwecke keinen ausreichenden physiologischen Tragekomfort und ist dann, sofern die Gefährdungen es zulassen, gegen die allgemeine Feuerwehrschutzkleidung zu tauschen.


2.1
Feuerwehrschutzkleidung
Feuerwehrschutzkleidung kann nach der Herstellungs- und Prüfungsbeschreibung für eine universelle Feuerwehrschutzkleidung (HuPF) oder DIN EN 469 beschafft werden.


Für die Auswahl von Feuerwehrschutzkleidung gemäß der DIN EN 469 ist eine Gefährdungsbeurteilung erforderlich, die im "Leitfaden für eine Gefährdungsbeurteilung" (Anhang G der DIN EN 469) beschrieben ist.


Die Feuerwehrschutzkleidung nach HuPF orientiert sich an den Grundlagen der Risikobewertung für Feuerwehrtätigkeiten der BAGUV-Fachgruppe (jetzt DGUV) "Feuerwehren-Hilfeleistungen". Im Gefahrenbereich einer möglichen Stichflammenbildung ist die Feuerwehrüberjacke und die Feuerwehrüberhose Typ A (HuPF Teil 4) zusätzlich zur Feuerwehrhose nach Teil 2 oder nur die Feuerwehrüberhose Typ B zu tragen. Eine weitere Gefährdungsbeurteilung ist entbehrlich, wenn diese Feuerwehrschutzkleidung nach HuPF gewählt wird.


Wahrnehmbarkeit der Feuerwehrschutzkleidung Die Feuerwehrschutzkleidung muss eine Warnwirkung bzw. Erkennbarkeit der Feuerwehrangehörigen ermöglichen, daher muss entweder
a)
die Anforderung an DIN EN 471, Tabelle 1, Klasse 2 für die Mindestflächen des sichtbaren Hintergrundmaterials und für das retroreflektierende Material die Rückstrahlwerte der Klasse 2 nach Tabelle 5 erfüllt werden oder
b)
die Bekleidungskombination (Feuerwehrjacke und Feuerwehrhose, optional auch ein Feuerwehr-Overall) haben entsprechend DIN EN 469 Anhang B folgende konkretisierte Kriterien zu erfüllen:
Fluoreszierendes und retroreflektierendes Material nach EN 471,
Fläche retroreflektierendes Material > 0,13 m²,
Fläche fluoreszierendes Material > 0,20 m² oder
Fläche Kombimaterial > 0,20 m².


Die Anordnung der Flächen soll so erfolgen, dass die Konturen des Körpers erkennbar sind. Das ist mit einer Mindest-Bestreifung entsprechend der Vorgaben für die Überjacke und Überhose nach HuPF 09/2006 erreichbar.


Die Streifen bestehen entweder aus Kombimationsstreifen aus fluoreszierendem und retroreflektierendem Material oder aus Streifen mit kombinierten Eigenschaften (fluoreszierend und retroreflektierend).


2.1.1
Allgemeine Feuerwehrschutzkleidung
2.1.1.1
Feuerwehrjacke
Feuerwehrjacke nach DIN EN 469, Ausgabe 2007, in den Leistungsstufen X1, Y1 und Z2, oder nach EN 531, Ausgabe 1998, in den Leistungsstufen A, B1, C1, mit DIN EN 533, Ausgabe 1997, Index 3. Farbgebung der Feuerwehrjacke in schwarz-blau oder rotorange (zur Warnwirkung siehe Punkt 2.1).


Eine Gefährdungsermittlung zur Festlegung der Leistungsstufen ist erforderlich.


2.1.1.2
Feuerwehr-Rundbundhose oder Feuerwehr-Latzhose
Feuerwehrhose nach DIN EN 469, Ausgabe 2007, in den Leistungsstufen X1, Y1 und Z2, oder DIN EN 531, Ausgabe 1998, in den Leistungsstufen A, B1, C1, mit DIN EN 533, Ausgabe 1997, Index 3. Farbgebung der Feuerwehrhose in schwarz-blau (zur Warnwirkung siehe Punkt 2.1.).


Eine Gefährdungsermittlung zur Festlegung der Leistungsstufen ist erforderlich.


2.1.1.3
Feuerwehrhelm allgemein
Allgemein nach DIN EN 443, Ausgabe 2008, mindestens Typ A in leuchtgelber Farbe mit einem retroreflektierenden Streifen reflexreinweiß RAL 9019, 20 mm breit, ringförmig 50 mm vom unteren Rand mit Nackenschutz und Gesichtsschutz. Anstelle des einfachen Nackenschutzes kann ein besonders gestaltetes gegen Hitze hochbeständiges Tuch, das auch den Schutz von Hals-, Ohren- und Wangenbereich ermöglicht, am Helm befestigt werden. Die DIN EN 443 umfasst auch Helm-Masken-Kombinationen.


2.1.1.4
Feuerwehrschutzhandschuhe allgemein
Außerhalb des unmittelbaren Brandbereiches oder Gefahrenbereiches einer möglichen Stichflammenbildung können auch Feuerschutzhandschuhe getragen werden, die folgende Anforderungen erfüllen:


Fünffingerhandschuhe nach den Mindestanforderungen der DIN EN 420 gegen mechanische Gefährdungen nach DIN EN 388 mit den Leistungsstufen Abrieb (3), Schnittfestigkeit (2), Weiterreißfestigkeit (3) und Stichfestigkeit (3) mit Schutz vor mechanischen Gefährdungen und besonderem Schutz des Daumen, Handinnenfläche, Handrücken (Knöchel) und Handgelenk (Pulsschutz), vorzugsweise aus Leder.


Die Handschuhe müssen sich mit den Ärmeln der Einsatzjacke ausreichend überdecken.


2.1.2
Spezielle Feuerwehrschutzkleidung (für Atemschutzgeräteträgerinnen und Atemschutzgeräteträger)


2.1.2.1
Feuerwehrüberjacke
Feuerwehrüberjacke nach DIN EN 469, Ausgabe 2007, in den Leistungsstufen X2, Y2 und Z1 oder Z2. Farbgebung der Feuerwehrüberjacke in schwarz-blau oder in rot-orange (zur Warnwirkung siehe Punkt 2.1).


Eine Gefährdungsermittlung zur Festlegung der Leistungsstufen ist erforderlich.


2.1.2.2
Feuerwehrüberhose als Rundbundhose oder Latzhose
Feuerwehrüberhose nach DIN EN 469, Ausgabe 2007, in den Leistungsstufen X2, Y2 und Z1 oder Z2. Farbgebung der Feuerwehrüberhose in schwarzblau (zur Warnwirkung siehe Punkt 2.1) oder
Feuerwehrüberhose nach HuPF Teil 4 Typ A über Feuerwehrhose nach HuPF Teil 2 oder
Feuerwehrüberhose nach HuPF Teil 4 Typ B (Anforderungen an Unterkleidung werden nicht gestellt).


2.1.2.3
Feuerschutzhaube
nach DIN EN 13911, Ausgabe 2004 mit einer Kennzeichnung nach DIN EN 340 (Feuerwehrpiktogramm).


2.1.2.4
Feuerwehrschutzhandschuhe
nach DIN EN 659, Ausgabe 2008.


2.1.2.5
Feuerwehrstiefel
nach DIN EN 15090, Ausgabe 2006
Stiefel Typ 2, Form D nach DIN EN ISO 20345 (hoher Stiefel) mit der Kennzeichnung F2A (Antistatische Ausstattung, die Durchtrittsicherheit ist im Typ 2 vorhanden).




2.2
Arbeitsmützen
2.2.1
Barett
aus schwarzem Jackentuch oder Wolltuch, linksseitig Landeswappen2), gestickt, vier Zentimeter hoch (Berufsfeuerwehr = Stadtwappen).


2.2.2
Schiffchenmütze
aus Jackentuch, mit herunter klappbarem seitlichen Ohrenschutz, Biese auf dem oberen Rand. Feuerwehremblem aluminiumfarbig gestickt, auf der vorderen Naht.


2.2.3
Baseballcap
aus schwarzem Stoff, vorne mittig das gestickte Landeswappen2), vier Zentimeter hoch (Berufsfeuerwehr = Stadtwappen).


3
Sie muss der "Bekleidungsordnung der Deutschen Jugendfeuerwehr" entsprechen.


4
4.1
Allgemeines
Jacke, Überjacke, Blousonjacke, Pullover, Strickjacke, Poloshirt, Sweatshirt, Arbeitshemd kurz oder lang.

Farbe:

dunkelblau;

Hose:

schwarz;

Rock:

schwarz/dunkelblau;

Abzeichentuch:

karmesinrot, RAL 3014;

Knöpfe:

DIN 14941, silberfarbene Ausführung;

Feuerwehremblem:

aluminiumfarbig, Feuerwehrhelm mit Nackenschutz, dahinter zwei gekreuzte Feuerwehrbeile.



4.2
Kopfbedeckung
4.2.1
Schirmmütze
aus Jackentuch, Biese aus Abzeichentuch am oberen Besatzstreifen, Schirm schwarz lackiert, darüber zwischen zwei Knöpfen ein Band bzw. eine Kordel, auf dem Besatzstreifen das Landeswappen2) (Berufsfeuerwehr = Stadtwappen) und am Mützenoberteil das Feuerwehremblem ohne Namenszug.


4.2.2
Barett
siehe 2.2.1


4.2.3
Baseballcap
siehe 2.2.3
4.3
Jacken
4.3.1
Jacke für männliche Feuerwehrangehörige
einreihig mit vier Knöpfen zum Durchknöpfen, Umfallkragen, zwei aufgesetzte Brusttaschen mit Faltenleisten, zwei eingesetzte Seitentaschen mit geschwungenen Patten und Knöpfen zum Durchknöpfen, im Futter zwei Brusttaschen, Rücken glatt mit Mittelnaht, Taille betont, in der Mitte ein 14 Zentimeter langer Schlitz. Biese aus Abzeichentuch am Kragenrand bis zum Revers (nicht für die Berufsfeuerwehr).


4.3.2
Jacke für weibliche Feuerwehrangehörige
wie 4.3.1. jedoch links geknöpft, ohne Rückenschlitz, statt Brusttaschen lediglich durchgeknöpfte Taschenpatten.


4.4
Hosen
4.4.1
Hose für männliche Feuerwehrangehörige
ohne Biesen und Aufschläge, zwei Seitentaschen, eine Gesäßtasche, Gürtelschlaufen.


4.4.2
Hose für weibliche Feuerwehrangehörige
ohne Biesen und Aufschläge, Bund mit Gummizug, zwei Seitentaschen.


4.4.3
Arbeitshose
Feuerwehrcargohose ohne Reflexstreifen.


4.5
Rock für weibliche Feuerwehrangehörige
glatter Rock aus Jackentuch, ohne Falten, mit zwei Hüftpassentaschen, Knie bedeckt.


4.6
Pullover/Strickjacke
Pullover mit Rundkragen oder V-Ausschnitt oder Strickjacke mit Reißverschluss; Arm- und Schulterverstärkung, eine Brusttasche links mit Patte, Schulterklappen zum Aufschieben mit Klettband, auf der Brusttasche das Wappen des Trägers der Feuerwehr (Gemeinde-, Amts- oder Kreiswappen), kann oberhalb des Wappens mit dem Namen des Tragenden versehen werden (gestickt oder gedruckt).


4.6.1
Poloshirt
Kurzarm, auf Brusthöhe links das Wappen des Trägers der Feuerwehr (Gemeinde-, Amts- oder Kreiswappen), gestickt oder gedruckt ohne Dienstgradabzeichen, kann oberhalb des Wappens mit Namen des Tragenden versehen werden (gestickt oder gedruckt).


4.6.2
Arbeitshemd
Arbeitshemd kurz oder lang, dunkelblau wie 4.8.2 und 4.8.3. Auf dem linken Ärmel kann das Wappen des Trägers der Feuerwehr (Gemeinde-, Amts- oder Kreiswappen), gestickt oder gedruckt, getragen werden.


4.6.3
Sweatshirt
Langarm, auf Brusthöhe links Wappen des Trägers der Feuerwehr (Gemeinde-, Amts- oder Kreiswappen), gestickt oder gedruckt ohne Dienstgradabzeichen, kann mit Namen des Tragenden versehen werden (gestickt oder gedruckt).


4.7
Mantel, Überjacke, Blouson
4.7.1
Mantel für männliche Feuerwehrangehörige
einreihiger, gerade fallender Mantel mit verdeckter Knopfleiste und Rückennaht; glatte Ärmel mit Mittelnaht, alle Kanten und Nähte gesteppt. Schlitz je nach Körpergröße. Leicht schräg gestellte, eingesetzte Leistentaschen, 19 bis 21 Zentimeter lang mit vier Zentimeter breiter Leiste. Tascheneingriff unter der Gürtellinie. Umfallkragen mit Revers für offene und geschlossene Trageweise. Die Länge des Mantels ist gleich der halben Körpergröße plus 16 Zentimeter. Knöpfe schwarz.


4.7.2
Mantel für weibliche Feuerwehrangehörige
wie 4.7.1, jedoch links geknöpft.


4.7.3
Überjacke/Parka
Überjacke aus Polyester/Baumwolle/Popeline mit Klimamembrane (wasser- und winddicht), verdeckter Zwei-Wege-Frontreißverschluss, zwei aufgesetzte Brustfunktionstaschen mit Patte und Klettverschluss, links zur Aufnahme eines Funkgerätes mit Fixiervorrichtung oder
Multifunktions-Parka aus Polyester/Baumwolle/Popeline mit Klimamembrane (wasser- und winddicht), verdeckter Zwei-Wege-Frontreißverschluss, zwei aufgesetzte Taschen mit Patte und Klettverschluss sowie eingearbeitete Seitentaschen, eine aufgesetzte Tasche mit Patte und Klettverschluss auf dem linkem Oberarm, Stehkragen mit integrierter Kapuze, Tunnelzug jeweils im Saum und Taille, mittels Reißverschluss herausnehmbares Leib- und Ärmelsteppfutter.


4.7.4
Blouson
verdeckter Reißverschluss, zwei aufgesetzte Taschen mit Patte und Klettverschluss sowie eingearbeiteten Seitentaschen, Rückenteil mit Golffalten, verschließbaren Ärmelbündchen, Bund im hinteren Bereich mit Gummizug, Kragen mit eingearbeiteter Kapuze, eine mittels Reißverschluss verschließbare Innentasche, austrennbares Steppfutter, mit Dienstgradabzeichen.


4.8
Hemden für männliche Feuerwehrangehörige
4.8.1
Weißes Oberhemd
mit langem Ärmel.


4.8.2
Weißes Oberhemd
mit langem Ärmel, zwei aufgesetzten Brustaschen mit Patte und Knopf, Möglichkeit zum Einknöpfen oder Aufschieben von Dienstgradabzeichen.


4.8.3
Weißes Oberhemd
mit kurzem Ärmel, Vario- Kragen auch für offene Trageweise, zwei aufgesetzten Brusttaschen mit Patte und Knopf, Möglichkeit zum Einknöpfen und Aufschieben von Dienstgradabzeichen. Auf dem linken Ärmel kann das Wappen des Trägers der Feuerwehr (Gemeinde-, Amts- oder Kreiswappen), gestickt oder gedruckt, getragen werden.


4.9
Blusen für weibliche Feuerwehrangehörige
4.9.1
Weiße Bluse
mit langem Ärmel.


4.9.2
Weiße Bluse
mit langem Ärmel, zwei aufgesetzten Brusttaschen mit Patte und Knopf, Möglichkeit zum Einknöpfen oder Aufschieben von Dienstgradabzeichen.


4.9.3
Weiße Bluse
mit kurzem Ärmel, Vario-Kragen auch für offene Trageweise, zwei aufgesetzten Brusttaschen mit Patte und Knopf, Möglichkeit zum Einknöpfen und Aufschieben von Dienstgradabzeichen. Auf dem linken Ärmel kann das Wappen des Trägers der Feuerwehr (Gemeinde-, Amts- oder Kreiswappen), gestickt oder gedruckt, getragen werden.


4.9.4
Blousonhemd
weiß mit kurzem Ärmel sonst wie 4.8.3 bzw. 4.9.3.


4.10
Binder
einfarbig schwarz (ohne Aufdruck).


4.11
Handschuhe
dunkelgraue Fingerhandschuhe.


4.12
Schuhe
einfarbig schwarz.


4.13
Socken/Strumpfhose
einfarbig schwarz, Strumpfhose schwarz ohne Muster.


5
5.1
Schirmmütze
Die Schirmmütze erhält folgende Abzeichen:


Berufsfeuerwehr

Freiwillige
Feuerwehr

Abzeichen
über dem Mützenschirm

Brandmeisteranwärterin oder Brandmeisteranwärter, Brandinspektoranwärterin oder Brandinspektoranwärter, Brandreferendarin oder Brandreferendar

Feuerwehrfrauanwärterin
oder
Feuerwehrmannanwärter
bis
Hauptfeuerwehrfrau oder Hauptfeuerwehrmann

schwarzes Lederband mit schwarz lackierten Metallschiebern

Brandmeisterin oder Brandmeister bis Hauptbrandmeisterin oder Hauptbrandmeister

Löschmeisterin oder
Löschmeister bis
Hauptlöschmeisterin oder
Hauptlöschmeister

rot durchwirkte Aluminiumkordel

ab Brandinspektorin oder Brandinspektor

ab Brandmeisterin oder
Brandmeister

Aluminiumkordel



5.2
Jacke, Pullover/Strickjacke, Mantel, Hemd und Bluse
5.2.1
Allgemeines
Die Unterlage für Dienstgradabzeichen besteht aus Abzeichentuch. Zum Pullover oder zur Strickjacke werden gestickte oder gedruckte Dienstgradabzeichen in Schlaufenform auf die Schulterklappen aufgeschoben. Zu Hemden können diese Dienstgradabzeichen ebenfalls getragen werden.


5.2.2
Dienstgradabzeichen
Die Dienstgrad- und Funktionsabzeichen werden wie folgt getragen:


5.2.2.1
Freiwillige Feuerwehr
Die Dienstgradabzeichen der freiwilligen Feuerwehren gelten auch für hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreise, kreisfreien Städte, der Kreis- und Stadtfeuerwehrverbände sowie des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein (soweit Dienstkleidung getragen wird):


Dienstgrad

Abzeichen

Hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Mitglied der Jugendabteilung; Feuerwehrfrauanwärterin oder Feuerwehrmannanwärter

vier nebeneinanderliegende, je 8 mm breite schwarze Plattschnüre, die beiden äußeren mit weißen Seidenfäden durchwirkt


Feuerwehrfrau oder
Feuerwehrmann

vier nebeneinanderliegende, je 8 mm breite Plattschnüre, die beiden äußeren aus Aluminiumgespinst mit schwarzen Seidenfäden durchwirkt, die beiden inneren aus schwarzer Zellwolle


Oberfeuerwehrfrau oder Oberfeuerwehrmann

wie Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann mit einem Stern aus Aluminium

TVÖD/TVL E 1 bis E 4

Hauptfeuerwehrfrau oder Hauptfeuerwehrmann **

wie Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann mit zwei Sternen aus Aluminium

TVÖD/TVL E 5

Hauptfeuerwehrfrau oder Hauptfeuerwehrmann ***

wie Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann mit drei Sternen aus Aluminium


Löschmeisterin oder Löschmeister

20 mm breites Geflecht einer schwarzen und einer Aluminiumplattschnur von je 5,5 mm Breite sowie einer um das Geflecht herumlaufenden 9,5 mm breiten Aluminiumplattschnur mit schwarzen Seidenfäden durchwirkt

TVÖD/TVL E 6

Oberlöschmeisterin oder Oberlöschmeister

wie Löschmeisterin oder Löschmeister, mit einem Stern aus Aluminium

TVÖD/TVL E 7

Hauptlöschmeisterin oder Hauptlöschmeister **

wie Löschmeisterin oder Löschmeister, mit zwei Sternen aus Aluminium


Hauptlöschmeisterin oder Hauptlöschmeister ***

wie Löschmeisterin oder Löschmeister, mit drei Sternen aus Aluminium


Brandmeisterin oder Brandmeister

vier nebeneinanderliegende, je 9,5 mm breite Aluminiumplattschnüre, mit schwarzen Seidenfäden durchwirkt

TVÖD/TVL E 8

Oberbrandmeisterin oder Oberbrandmeister

wie Brandmeisterin oder Brandmeister mit einem Stern aus gelbem Metall

TVÖD/TVL E 9

Hauptbrandmeisterin oder Hauptbrandmeister

wie Brandmeisterin oder Brandmeister, mit zwei oder drei Sternen aus gelbem Metall

TVÖD/TVL E 10
TVÖD/TVL E 11

Erste Hauptbrandmeisterin oder Erster Hauptbrandmeister

35 mm breites Geflecht von zwei nebeneinanderliegenden Aluminiumplattschnüren, mit schwarzen Seidenfäden durchwirkt, ohne Stern oder mit einem Stern aus gelbem Metall

TVÖD/TVL
E 12 bis E 15

Kreis- und Stadtbrandmeisterin oder Kreis- und Stadtbrandmeister

wie Erste Hauptbrandmeisterin oder Erster Hauptbrandmeister, mit zwei Sternen aus gelbem Metall


Landesbrandmeisterin oder Landesbrandmeister

wie Erste Hauptbrandmeisterin oder Erster Hauptbrandmeister, mit drei Sternen aus gelbem Metall




5.2.2.2
Berufsfeuerwehr
Hauptberufliche Angehörige der Werkfeuerwehren tragen mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde die Dienstgradabzeichen der Berufsfeuerwehren, soweit ihre Ausbildung der von Berufsfeuerwehren entspricht.


Dienstgrad

Abzeichen

Brandmeisteranwärterin oder Brandmeisteranwärter

ohne

Brandmeisterin oder
Brandmeister

ein Streifen aus silberdurchwirktem Abzeichentuch*)

Oberbrandmeisterin oder Oberbrandmeister

zwei Streifen aus silberdurchwirktem Abzeichentuch*)

Hauptbrandmeisterin oder Hauptbrandmeister

drei Streifen aus silberdurchwirktem Abzeichentuch*)

Brandinspektoranwärterin oder Brandinspektoranwärter

eine Silberlitze, rund

Brandinspektorin oder Brandinspektor

eine silberfarbene Spange*)

Brandoberinspektorin oder Brandoberinspektor

zwei silberfarbene Spangen*)

Brandamtfrau oder Brandamtmann

drei silberfarbene Spangen*)

Brandamtsrätin oder Brandamtsrat

vier silberfarbene Spangen*)

Brandoberamtsrätin oder Brandoberamtsrat

eine goldfarbene Spange*)

Brandreferendarin oder Brandreferendar

eine Goldlitze, rund

Brandrätin oder
Brandrat

eine goldfarbene Spange*), darüber das Stadtwappen

Oberbrandrätin oder Oberbrandrat

zwei goldfarbene Spangen*), darüber das Stadtwappen

Branddirektorin oder Branddirektor

drei goldfarbene Spangen*), darüber das Stadtwappen

Leitende Branddirektorin oder Leitender Branddirektor

vier goldfarbene Spangen*), darüber das Stadtwappen



Die Leiterin oder der Leiter der Berufsfeuerwehr trägt über den Dienstgradabzeichen das Stadtwappen.


5.2.3
Lehrgangsabzeichen
Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung berechtigt zum Tragen eines der folgenden Lehrgangsabzeichen auf einem runden Stück Jackentuch von 45 mm Durchmesser. Es wird auf dem linken Ärmel der Dienstkleidungsjacke neun Zentimeter über dem Ärmelende getragen.


Ausbildung

Lehrgangsabzeichen

Truppführung

aluminiumfarbiger Eichenlaubkranz, 35 mm Durchmesser, bei einer technischen Ausbildung (Atemschutz, Maschinisten, Sprechfunk) mit einem karmesinroten Stern

Gruppenführung

aluminiumfarbiger Eichenlaubkranz, 35 mm Durchmesser, mit einem gleichfarbigen Stern

Zugführung

wie vor, jedoch mit einem gelben Stern

Führung von Verbänden

gelber Eichenlaubkranz, 35 mm Durchmesser, mit einem gelben Stern

Atemschutzgeräteträgerinnen und Atemschutzgeräteträger

Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann unter Atemschutzmaske, karmesinrot, 35 mm Durchmesser

Maschinistinnen und Maschinisten

karmesinrotes Steuerrad, 30 mm Durchmesser, die Nabe in der Mitte hat 10 mm Durchmesser, der Steuerradkranz ist 2 mm breit.

Sprechfunkerinnen und Sprechfunker

karmesinroter Blitz, 35 mm lang

Sanitäterinnen und Sanitäter

karmesinroter Äskulapstab, 35 mm lang

Strahlenschutz und ABC-Dienst

karmesinrote gekreuzte Retorten

mehrere Ausbildungen (Atemschutz, Maschinisten, Sprechfunk)

karmesinroter Eichenlaubkranz, 35 mm Durchmesser



5.2.4
Wappen
Der Wappenaufnäher kann als Ärmelabzeichen auf der Jacke, Hemd oder Bluse (kurzer Arm) am linken Ärmel 13 Zentimeter unterhalb der Schulternaht, bei Pullover, Poloshirt, Sweatshirt und Strickjacke auf der linken Brusttasche, getragen werden. Das Abzeichen besteht aus blauem Jackentuch mit silberfarbener Umrandung und Schrift. Größe der Umrandung: 65 mm breit, 85 mm hoch. Oberseite gerade. Unterseite im Halbkreis gerundet. Beschriftung: 8 mm hohe Blockbuchstaben.


Über dem Wappen einzeilige Beschriftung: "Feuerwehr".


Unter dieser Beschriftung: Wappen des Trägers der Feuerwehr, unten halbrund, 35 mm breit, 45 mm hoch.


Darunter in halbrunder Schrift der Name der Feuerwehr.


Sofern das Ärmelabzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr getragen wird, entfällt der Wappenaufnäher.


Ehrenbeamtinnen und Ehrenbeamte und Funktionsträger der Ämter und der Kreise können das Amts- bzw. Kreiswappen tragen. Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreise und der Kreisfeuerwehrverbände können das Kreiswappen tragen. Die Mitglieder des Vorstandes sowie die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein können das Landeswappen tragen. Die Beschriftung erfolgt sinngemäß.
5.2.5
Feuerwehrmusiker


Funktion

Abzeichen

Feuerwehr-Musikerin oder Feuerwehr-Musiker

Feuerwehrfrauanwärterin oder Feuerwehrmannanwärter bis Hauptlöschmeisterin oder Hauptlöschmeister: Eine zwei Zentimeter lange Lyra, aluminiumfarben. Ab Brandmeisterin oder Brandmeister: Eine zwei Zentimeter lange Lyra, goldfarben.



Personen, die einen musiktreibenden Zug angehören, jedoch nicht Mitglied im Sinne des § 9 BrSchG einer Feuerwehr sind, tragen das Dienstgradabzeichen nach der Empfehlung des Landesfeuerwehrverbandes.


5.2.6
Sonderzeichen
Sonderaufgaben werden wie folgt gekennzeichnet:

Aufgaben

Abzeichen

Feuerwehr-Ärztin oder Feuerwehr-Arzt

Dienstgradabzeichen der Brandmeisterin oder des Brandmeisters mit einem zwei Zentimeter langen Äskulapstab, goldfarben

Feuerwehr-Seelsorgerin oder Feuerwehr-Seelsorger

Dienstgradabzeichen der Brandmeisterin oder des Brandmeisters mit einem zwei Zentimeter langen Kreuz, goldfarben



Die Sonderzeichen (Lyra, Äskulapstab und Kreuz) werden in Richtung des Knopfes vom Schulterstück getragen.


5.3
Feuerwehrhelm
Feuerwehrhelme von Führungskräften werden durch reflexrote (RAL 3019) Streifen von 70 mm Länge und Ringe (die Ringe sind der Form des Helmes anzupassen), jeweils 10 mm hoch, wie folgt gekennzeichnet:


Berufsfeuerwehr

Freiwillige Feuerwehr

Kennzeichnung

Gruppenführerin oder Gruppenführer, Fahrzeugführerin oder Fahrzeugführer

Gruppenführerin oder Gruppenführer

ein Streifen auf beiden Helmseiten

Zugführerin oder Zugführer; Wachabteilungsführerin oder Wachabteilungsführer

Zugführerin oder Zugführer; Wehrführerin oder Wehrführer mit Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeugen bis Zugstärke nach FwDV 3

zwei Streifen auf beiden Helmseiten

Wachführerin oder Wachführer, Beamtin oder Beamter des gehobenen Dienstes der Feuerwehr

Wehrführerin oder Wehrführer mit Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeugen über Zugstärke nach FwDV 3;
Amtswehrführerin oder Amtswehrführer, Führerin oder Führer von Verbänden

ein Ring oberhalb des Reflexstreifens

Leiterin oder Leiter der Feuerwehr; Beamtin oder Beamter des höheren Dienstes der Feuerwehr

Kreis- und Stadtwehrführerin oder Kreis- und Stadtwehrführer

zwei Ringe beiderseits des Reflexstreifens



Die Stellvertretungen tragen die gleiche Kennzeichnung.
Feuerwehrhelme von Atemschutzgeräteträgerinnen und Atemschutzgeräteträgern, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben und die Atemschutztauglichkeit besitzen (FwDV 7), können auf der Helmvorderseite oder auf beiden Helmseiten den Buchstaben "A" (fünf Zentimeter) tragen.


5.4
Kennzeichnung von Führungskräften im Einsatz
5.4.1
Westen
Westen werden auf der Einsatzstelle nur von tatsächlichen Funktionsinhabern getragen. Westen sind farblich festgelegt. Sie erhalten nur Funktions-Beschriftungen und sind auf den Einsatzfahrzeugen mitzuführen.


5.4.1.1
Weste gelb (Einsatzleiter)
Beschriftung "Einsatzleiter". (Die gelbe Weste darf nur einmal auf einer Einsatzstelle getragen werden!)


5.4.1.2
Weste weiß (Abschnittsleiter)
Beschriftung "Abschnittsleiter", (nur BF: ORGL oder LNA).


5.4.1.3
Weste rot (Führer einer angeforderten Einheit)
Beschriftung "Einheitsführer", Beispiele: Wehrführer im Einsatz, Bereitschaftsführer, Wachabteilungsleiter (BF).


5.4.1.4
Weste blau (Gruppenführer)
Beschriftung "Gruppenführer", (gegebenenfalls mit Fahrzeugbezeichnung).


5.4.1.5
Weste grün (Fachberater)
Beschriftung "Fachberater", mögliche Zusätze: ABC, Presse, u.ä.


5.4.1.6
Weste "Schachbrettmuster schwarz-weiß" (Atemschutzüberwachung)
Beschriftung "Atemschutzüberwachung".


5.4.1.7
Weste lila (Feuerwehrseelsorge/PSU)
Beschriftung "Feuerwehrseelsorge" oder "PSU".


5.4.2
Koller
Koller werden ständig auf der Einsatzjacke und nur von den gewählten Amtsinhabern getragen. Koller erhalten keine Amtsbeschriftungen, sondern nur die Beschriftung "Feuerwehr", gegebenenfalls mit Zusatz "Name der Feuerwehr". Stellvertretungen tragen keine Koller. Sie übernehmen die Aufgabe nur bei Abwesenheit des Amtsinhabers und sind dann als Amtsinhaber (nicht als Vertreter) zu kennzeichnen.


5.4.2.1
Koller gelb
Leiter der Berufsfeuerwehr, Kreis/Stadtwehrführer Beschriftung "Feuerwehr", gegebenenfalls mit Zusatz "Name der Feuerwehr".


5.4.2.2
Koller weiß
Amtswehrführer, Gemeindewehrführer, ELD/LD der Berufsfeuerwehr, Leiter der Führungsgruppe Gefahrgut, Leitender Seelsorger


Beschriftung "Feuerwehr", gegebenenfalls mit Zusatz "Name der Feuerwehr".


5.4.2.3
Koller rot
Ortswehrführer, Zugführer
Beschriftung "Feuerwehr", gegebenenfalls mit Zusatz "Name der Feuerwehr".


5.5
Beschriftung der Einsatzschutzjacke
Auf Einsatzschutzjacken darf nur die Beschriftung "Feuerwehr" getragen werden, gegebenenfalls mit Zusatz "Name der Feuerwehr".


6
6.1
Trageweise
6.1.1
Einsatzschutzkleidung wird im Einsatz, im Übungs- und Ausbildungsdienst getragen. Sie besteht grundsätzlich aus:
Feuerwehrüberjacke,
Feuerwehrüberhose-Rundbundhose oder Feuerwehr-Latzhose,
Feuerwehrjacke, Feuerwehrhelm,
Feuerwehrhandschuhe,
Einsatzstiefel.


Bei besonderen Gefahren müssen spezielle persönliche Schutzausrüstungen vorhanden sein, die in Art und Anzahl auf diese Gefahren abgestimmt sind, z.B. Feuerwehr-Haltegurt, Feuerwehrbeil, Klappmesser, Gesichtsschutz am Feuerwehrhelm, Feuerwehrleine usw.


Anstelle des Feuerwehrhelms kann angeordnet werden, das Barett nach Ziffer 2.2.1, das Basecape nach Ziffer 2.2.3 oder die Schiffchenmütze nach Ziffer 2.2.2 für Tätigkeiten außerhalb des Gefahrenbereichs zu tragen.


Anstelle der Feuerwehrüberjacke kann alternativ die Feuerwehrjacke nach Ziffer 2.1.1.1 außerhalb des unmittelbaren Gefahrenbereichs einer möglichen Stichflammenbildung verwendet werden.


Eine einheitliche Farbgebung der Feuerwehrüberjacke/Feuerwehrjacke innerhalb einer Feuerwehr ist anzustreben.


6.1.2
Dienstkleidung (Ziffer 4) wird getragen
6.1.2.1
bei dienstlichen Veranstaltungen. Dazu gehören auch der Weg zum und vom Dienst. Sie darf außer Dienst nur getragen werden, wenn es dienstlich geboten ist.


Dienstkleidung besteht grundsätzlich aus:
Schirmmütze oder Barett,
Jacke,
Hose/Rock,
Hemd/Bluse (weiß),
Binder,
Socken,
Schuhe.


Es können getragen werden3):
Baseballcap,
Pullover, Strickjacke, Poloshirt, Hemd dunkelblau (kurz/lang), Blouson, Sweatshirt, Cargohose,
Mantel,
Handschuhe.


6.1.2.2
Ehrenformationen können anstelle der Schirmmütze den Feuerwehrhelm ohne Nackenleder oder das Barett tragen. Dazu können Einsatzstiefel und Hose als Überfallhose getragen werden. Leibriemen sind nicht zu tragen. Fahnenabordnungen tragen grundsätzlich weißes Lederzeug und weiße Handschuhe.


Sicherheitswachen tragen Dienst- und Einsatzschutzkleidung nach Weisung des Einsatzleiters.


Vorhandene Dienstkleidung nach der Dienstkleidungsvorschrift für die Feuerwehren im Lande Schleswig-Holstein vom 14. Januar 1998 (Amtsbl. Schl.-H. S. 24) kann aufgetragen werden.


6.2
An der Dienstkleidung können getragen werden:
6.2.1
Orden und Abzeichen nach den Vorschriften des Gesetzes über Titel, Orden oder Ehrenzeichen vom 26. Juli 1957 (BGBl. I S. 844), zuletzt geändert durch Erstes Gesetz über die Bereinigung vom Bundesrecht im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums des Innern vom 19. Februar 2006 (BGBl. I S. 334); Bandschnallen oberhalb der linken Brusttasche.


6.2.2
Abzeichen für langjährige Mitgliedschaft einer Feuerwehr; es kann an Personen verliehen werden, die einer Feuerwehr als aktive Mitglieder, als Mitglieder der Jugendabteilung oder Mitglieder der Ehrenabteilung zehn Jahre oder ein mehrfaches von zehn Jahren angehören. Gleiches gilt für Personen, die einem musiktreibenden Zug angehören, nicht aber Mitglied einer Feuerwehr sind.


Das Abzeichen besteht aus einer Bandschnalle aus blau-weiß-rotem Ordensband mit silber- bzw. golddurchwirktem Rand. Es wird in neun Stufen verliehen.


Abzeichen für:

10jährige Mitgliedschaft

silberdurchwirkter Rand

20jährige Mitgliedschaft

silberdurchwirkter Rand


Landeswappen auf weißem Teil

30jährige Mitgliedschaft

golddurchwirkter Rand


Landeswappen auf weißem Teil

40jährige Mitgliedschaft

golddurchwirkter Rand


Landeswappen auf weißem Teil silberfarbener Eichenlaubkranz um den unteren Bereich des Wappens

50jährige Mitgliedschaft

golddurchwirkter Rand


Landeswappen auf weißem Teil goldfarbener Eichenlaubkranz um den unteren Bereich des Wappens

60-, 70-, 80-, oder 90jährige Mitgliedschaft

wie Abzeichen für 50jährige Mitgliedschaft, zusätzlich oberhalb des Wappens die Zahl "60, 70, 80 oder 90"



Das Abzeichen kann an der Dienstkleidung (Jacke) getragen werden. Bei Verleihung eines Abzeichens sind alle vorher verliehenen Abzeichen für langjährige Mitgliedschaft abzulegen.


6.2.3
Plaketten und Abzeichen, die anläßlich besonderer Feuerwehrveranstaltungen herausgegeben werden (nur am Tage der Veranstaltung). Sie werden auf der rechten Brusttaschenpatte getragen. Brusttaschenanhänger können am Knopf der rechten Brusttasche getragen werden.


6.2.4
Ansteckbare Namensschilder werden bei der Dienstkleidung auf der Patte der rechten Brusttasche oberhalb des Knopfes getragen.


6.2.5
Mitglieder der Jugendabteilungen und diese ausbildende Feuerwehrangehörige können die Abzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr im Deutschen Feuerwehrverband an der Jacke und an der Schutzkleidung tragen.




 


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