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Amtliche Abkürzung:HZG
Fassung vom:19.03.2020
Gültig ab:01.05.2020
Dokumenttyp: Gesetz
Quelle:Wappen Schleswig-Holstein
Gliederungs-Nr:221-28
Hochschulzulassungsgesetz (HZG)
in der Fassung vom 5. Februar 2016

§ 6
Hauptquoten, Auswahlentscheidung, Verordnungsermächtigung

(1) Im Auswahlverfahren werden die nach Abzug der Studienplätze nach § 5 Absatz 1 verbleibenden Studienplätze nach folgenden Grundsätzen vergeben:

1.

bis zu 20 Prozent der Studienplätze nach dem Ergebnis der Hochschulzugangsberechtigung für das gewählte Studium (Bestenquote);

2.

bis zu 20 Prozent der Studienplätze nach der Zeitdauer seit dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung für den gewählten Studiengang (Wartezeitquote); Zeiten eines Studiums an einer deutschen Hochschule werden auf die Wartezeit nicht angerechnet; eine über sieben Halbjahre hinausgehende Dauer der Wartezeit bleibt unberücksichtigt;

3.

im Übrigen von den Hochschulen nach dem Ergebnis eines Auswahlverfahrens, welches die Eignung der Bewerberin oder des Bewerbers für den gewählten Studiengang und die sich typischerweise anschließende Berufstätigkeit berücksichtigt (Hochschulauswahlquote); die jeweilige Hochschule vergibt die Studienplätze in diesem Verfahren nach folgenden Auswahlkriterien:

a)

nach dem Ergebnis der Hochschulzugangsberechtigung für das gewählte Studium,

b)

nach gewichteten Einzelnoten der Hochschulzugangsberechtigung für das gewählte Studium, die über die fachspezifische Eignung Auskunft geben,

c)

nach dem Ergebnis eines fachspezifischen Studieneignungstests,

d)

nach der Art einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder Berufstätigkeit in einem anerkannten Ausbildungsberuf, besonderen Vorbildungen, praktischen Tätigkeiten, außerschulischen Leistungen oder außerschulischen Qualifikationen, die über die fachspezifische Eignung Auskunft geben,

e)

nach dem Ergebnis eines Gesprächs oder anderer mündlicher Verfahren, die von der Hochschule mit den Bewerberinnen und Bewerbern durchgeführt werden (Auswahlgespräch), um Aufschluss über deren Eignung für das gewählte Studium und den angestrebten Beruf zu erhalten, oder

f)

aufgrund einer Verbindung von Kriterien nach den Buchstaben a bis e.

Bei der Auswahlentscheidung der Hochschule ist das Ergebnis der Hochschulzugangsberechtigung einzubeziehen. Ab dem Wintersemester 2021/2022 ist ein zusätzliches schulnotenunabhängiges Kriterium mit erheblichem Gewicht hinzuzuziehen, wenn in den drei dem aktuellen Vergabeverfahren vorangegangenen Vergabeverfahren sich die Ergebnisse der Hochschulzugangsberechtigungen der bei der Auswahl zum Zuge gekommenen Bewerberinnen und Bewerber auf hohem Niveau in einem solchen Ausmaß angenähert haben, dass eine Auswahl ausschließlich nach dem Ergebnis der Hochschulzugangsberechtigung keine selektive Wirkung entfaltet. Das Ministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung Näheres zur selektiven Wirkung der Abiturnoten, zum Erfordernis eines zusätzlichen schulnotenunabhängigen Kriteriums und zum Auswahlverfahren der Hochschulen zu regeln. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Auswahlverfahren nach Nummer 3 Buchstabe e kann begrenzt werden. In diesem Fall entscheidet die Hochschule über die Teilnahme nach einem der in Nummer 3 Buchstabe a bis d genannten Kriterien oder nach einer Verbindung dieser Kriterien, wobei das Ergebnis der Hochschulzugangsberechtigung in die Vorauswahl einzubeziehen ist. Absatz 5 gilt entsprechend. Bewerberinnen und Bewerber, die nach Nummer 1 oder 2 ausgewählt wurden, nehmen am Auswahlverfahren nach Nummer 3 nicht teil.

(2) Der Senat der Hochschule regelt die Einzelheiten des Auswahlverfahrens nach Absatz 1 Nummer 3 (Hochschulauswahlverfahren), insbesondere die Festlegung der Auswahlkriterien und der Gewichtung durch Satzung.

(3) In den Fällen des Absatzes 1 Nummer 1 und 2 kann bei Ranggleichheit eine Verbindung der Kriterien nach Absatz 1 Nummer 1 und 2 vorgesehen werden. Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Teilsatz 3 gilt entsprechend. Die Muthesius Kunsthochschule und die Musikhochschule Lübeck können in der Satzung nach Absatz 2 vorsehen, dass die nach Absatz 1 zu vergebenden Studienplätze abweichend von Absatz 1 Nummer 1 und 3 nach dem Ergebnis einer Eignungsprüfung vergeben werden. Bei Auswahlentscheidungen für Studiengänge an Fachhochschulen soll die Fachhochschulreife der Allgemeinen Hochschulreife bei der Bestimmung der Eignung gleichgestellt werden.

(4) Besteht in den Fällen des Absatzes 1 Nummer 1 und 2 nach Anwendung der Absätze 1 und 3 Ranggleichheit, wird vorrangig ausgewählt, wer dem Personenkreis nach § 4 Absatz 2 angehört. Besteht danach noch Ranggleichheit, entscheidet das Los.

(5) Besteht in den Fällen des Absatzes 1 Nummer 3 Ranggleichheit, wird vorrangig ausgewählt, wer dem Personenkreis nach § 4 Absatz 2 angehört. Besteht danach noch Ranggleichheit, entscheidet das Los.

(6) Werden Studienplätze aus den Quoten nach Absatz 1 Nummer 1 und 2 auch nach Durchführung von Nachrückverfahren nicht in Anspruch genommen, werden die verbliebenen Studienplätze nach Absatz 1 Nummer 3 vergeben.

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=HZG+SH+%C2%A7+6&psml=bsshoprod.psml&max=true


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