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Amtliche Abkürzung:LAPVO-tD-LG2/2
Fassung vom:16.01.2019
Gültig ab:22.02.2019
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Schleswig-Holstein
Gliederungs-Nr:2030-16-28
Landesverordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung
der Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt, in der Fachrichtung
Technische Dienste des Landes Schleswig-Holstein
(LAPVO-tD-LG2/2)
Vom 6. September 2016
§ 51
Gliederung der Ausbildung

(1) Das Referendariat gliedert sich in fünf Ausbildungsabschnitte.

(2) Die Ausbildungsabschnitte I bis IV des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitt I:

Liegenschaftskataster und Landesvermessung, Geobasisinformationswesen

(20 Wochen),

Ausbildungsabschnitt II:

Landentwicklung

(16 Wochen),

Ausbildungsabschnitt III:

Landesplanung und Städtebau

(16 Wochen),

Ausbildungsabschnitt IV:

Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

(16 Wochen).

(3) Für die Prüfungsfächer 1 und 2 gemäß Anlage 5 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 8 Absatz 3 vorzusehen. Hierfür sind insgesamt zwölf Wochen erforderlich. Weitere zwölf Wochen werden für die Häusliche Prüfungsarbeit, für die Schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die Mündliche Prüfung sowie für Prüfungsvorbereitungen und Arbeitsgemeinschaften benötigt. Diese Zeiten werden als Ausbildungsabschnitt V zusammengefasst.

(4) Insgesamt ergeben sich für das zweijährige technische Referendariat

68 Wochen nach Absatz 2,

24 Wochen nach Absatz 3 sowie

12 Wochen Erholungsurlaub,

zusammen somit 104 Wochen.

(5) Die Ausbildungsinhalte und die Ausbildungsstellen sind in der nachfolgenden Übersicht angegeben.

AUSBILDUNGSPLAN

 

Laufbahnzweig:

Geodäsie und Geoinformation

Der nachfolgende Ausbildungsplan des Laufbahnzweigs Geodäsie und Geoinformation strukturiert als allgemeines Muster die Regelausbildung. Er soll für die Referendarinnen und Referendare unter Nutzung der in § 52 eröffneten Flexibilisierungsspanne individuell ausgeprägt werden. In diesem Rahmen sollen dabei nach Möglichkeit individuelle Wünsche und Prioritäten der Referendarinnen und Referendare im Einklang mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln Berücksichtigung finden. Dabei können die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte geändert und verschiedene Ausbildungsabschnitte, die in denselben Ausbildungsstellen absolviert werden, zeitlich zusammengelegt werden.

Ausbildungs-

 

 

 

 

Ausbildungsstellen

Ausbildungsinhalte

Ab-
schnitt

Dauer
(Wochen)

 

 

I - V

während des gesamten Referendariats in allen Ausbildungsabschnitten

Allgemein für alle Ausbildungsstellen

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in allen Ausbildungsabschnitten ausbildungsbegleitend in Theorie und Praxis zu vermitteln; durch die eigenständige Bearbeitung von Aufgaben und Projekten sind die überfachlichen Führungs- und Managementtechniken anzuwenden.

Besonderer Wert ist darauf zu legen, dass die Referendarinnen und Referendare sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnen; ihnen ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben; insbesondere sollen die Referendarinnen und Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingängen (Post, E-Mails) beteiligt werden; sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen; dabei sollen Methoden und Techniken insbesondere in folgenden Bereichen erlernt werden: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.

Zum Ende des jeweiligen Ausbildungsabschnittes sollen die Referendarinnen und Referendare die Ergebnisse ihrer Arbeiten oder aktuelle Themen aus dem Ausbildungsabschnitt präsentieren.

Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Haushaltsgrundlagen und -bewirtschaftung sowie Finanzplanungen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sind nach Möglichkeit fachübergreifend zu vermitteln, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden; dies gilt auch für gesellschaftlich relevante Querschnittsbereiche wie Umweltverträglichkeit, nachhaltiges Flächenmanagement und Sozialverträglichkeit.

Zur Stärkung der EU-Kompetenz sind Aspekte über Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, Initiierung und Begleitung von EU-Fördermaßnahmen sowie fachpolitische Strategien in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen.

I

20

 

Liegenschaftskataster und Landesvermessung, Geobasisinformationswesen

 

 

Landesamt für Vermessung und Geoinformation (mit Grundbuchamt und Finanzverwaltung)

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration als Oberste Geoinformations-, Vermessungs- und Katasterbehörde

Hospitation bei Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und -ingenieuren

Die Referendarinnen und Referendare sollen die Strukturen des amtlichen deutschen Vermessungs- und Geoinformationswesens, seine rechtlichen Grundlagen und Organisation sowie Wege der länderübergreifenden Zusammenarbeit kennenlernen.

Die Referendarinnen und Referendare sollen sich intensiv mit der Entstehung, Einrichtung und den Aufgaben des Liegenschaftskatasters, der Landesvermessung und des Geobasisinformationswesens auseinandersetzen; dabei sind die Herausforderungen, Entwicklungstendenzen und Strategien dieser Aufgabenfelder eingehend zu betrachten.

Die Referendarinnen und Referendare sollen ablauf- und prozessorientiert u.a. folgende Aufgabenbereiche kennenlernen: Aufsicht über die katasterführende Behörde und die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und -ingenieure, Beschwerde- und Widerspruchsverfahren, Grundzüge des verwaltungsrechtlichen Handelns, Anwendung des öffentlichen Dienstrechts, Zusammenwirken der Verwaltungen interdisziplinär und Ebenen übergreifend, Geschäftsbetrieb und Organisation, Controlling sowie Projektmanagement.

 

 

(insgesamt 14 Wochen)

 

 

 

Landesamt für Vermessung und Geoinformation
(6 Wochen)

Den Referendarinnen und Referendaren ist Gelegenheit zu geben, beim Grundbuchamt die Einrichtung und Führung des Grundbuchs und die geschäftliche Behandlung von Grundbuchsachen kennenzulernen; in der Finanzverwaltung sollen die Grundzüge der Bodenschätzung und der Grundsteuer vermittelt werden.

Die Referendarinnen und Referendare sollen aktiv zu praktischen Arbeiten herangezogen werden.

II

16

 

Landentwicklung

 

 

Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als Flurbereinigungsbehörde

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als Obere Flurbereinigungsbehörde

mindestens eine Stelle aus: untere/ obere Naturschutzbehörde, untere/ obere Wasserbehörde, untere/obere Forstbehörde, Landwirtschaftsbehörde, Dorferneuerung, Landentwicklung in einem anderen Bundesland

mindestens eine Stelle aus: LEADER-Lokale Aktionsgruppen, Strukturfondseinrichtung einer Kreisverwaltung

Hospitationen bei der EU-Kommission und Flurbereinigungsbehörden anderer Bundesländer oder im Ausland

Die Referendarinnen und Referendare sollen sich vertieft mit den Herausforderungen für die Landentwicklung, wie zum Beispiel Demografischer Wandel oder Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse, auseinandersetzen.

Die Referendarinnen und Referendare sollen erlernen, wie die Anforderungen an die ländlichen Räume durch Instrumente der Landentwicklung bewältigt werden können; sie sollen dabei vor allem auf die Strategie Wandel in den Köpfen, die Instrumente LEADER, ILEK, Regionalmanagement und Dorfentwicklung eingehen.

Im Bereich Agrar- und Strukturpolitik für die ländlichen Räume ist das breite Spektrum der europäischen und nationalen Förderprogramme, Regionalfonds und Erschließung privater Finanzierungsquellen möglichst bei damit befassten Stellen (auch im Ausland) zu studieren.

Im Schwerpunktbereich Verfahren nach Flurbereinigungs- und Landwirtschaftsanpassungsgesetz sollen die Referendarinnen und Referendare auch zu praktischen Arbeiten herangezogen werden; im Vordergrund stehen Ziele der ländlichen Bodenordnung nach Verfahrensarten, Erlernen der Abläufe vor allem in den Terminen der Landentwicklung und das Landentwicklungsfachinformationssystem LEFIS.

Modernes Verwaltungshandeln ist an geeigneten Fallbeispielen durch Gutachten und Untersuchungen zu erlernen.

Bei der Einordnung und Entwicklung der Landentwicklung soll der Blick in überfachlicher Sicht ausgeweitet werden.

III

16

Für die Regionalplanung und Landesplanung zuständige Stellen (2 Wochen)

Kommunale Dienststellen für Geoinformation, Vermessung, Liegenschaften, Planung sowie sonstige technische Aufgaben (z. B. Erschließung, Umweltschutz)

Geschäftsstelle eines Gutachterausschusses für Grundstückswerte

Geschäftsstelle eines Umlegungsausschusses (Umlegungsstelle)

Lehrgang bei einem Institut für Städtebau (oder einer vergleichbaren Einrichtung) sowie Hospitationen zur Immobilienwertermittlung bei Kreditinstituten, größeren Sachverständigenbüros oder Researchunternehmen (insgesamt 14 Wochen)

Landesplanung und Städtebau

Die Referendarinnen und Referendare sollen die Aufgaben und Verfahren von Raumordnung und Landesplanung kennenlernen; hierfür sind Ausbildungsstationen bei der obersten Landesplanungsbehörde und einer für die Regionalplanung zuständigen Stelle besonders geeignet.

Im Bereich der Stadtentwicklung und -erneuerung sind neben den Aufgaben der Bauleitplanung insbesondere die Themen Bodenordnung und Immobilienwertermittlung in praktischer Mitarbeit vertieft zu vermitteln; Strategien der Baulandentwicklung und des Flächenmanagements, auch in Kooperation mit privaten Investoren, sollen behandelt werden.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit soll beispielweise in ämterübergreifenden Arbeitsgruppen, Ausschüssen, bei Planfeststellungsverfahren sowie bei den Anforderungen des Natur- und Umweltschutzes thematisiert werden.

Die Referendarinnen und Referendare sollen Gelegenheit erhalten, die allgemeinen technischen Aufgaben einer Kommunalverwaltung eingehend kennenzulernen; energiepolitische Strategien, Aspekte der demographischen Entwicklung sowie Umwelt- und Klimaveränderungen sind ebenfalls wichtige Themen dieses Ausbildungsabschnittes.

IV

16

 

Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

 

 

Landesamt für Vermessung und Geoinformation (bis zu 16 Wochen)

Die Referendarinnen und Referendare sollen die Herausforderungen für das Geoinformationswesen und dessen Beitrag zum E-Government sowie die zugehörigen Strategien kennen lernen.

Die Referendarinnen und Referendare sollen anhand praktischer Mitarbeit das Geodatenmanagement und die Anforderungen an eine Geodateninfrastruktur (GDI) erlernen, wobei besonders auch die Entwicklungen und Interdisziplinarität vermittelt werden sollen.

 

 

Hospitationen bei Behörden auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene, europäischen Institutionen und ggf. Wirtschaftsbetrieben mit entsprechenden Geschäftsfeldern

Die Ausbildung im Geodatenmanagement soll in großen geodatenhaltenden Stellen erfolgen; hierbei sind die freie Wirtschaft und die Bundesebene eingeschlossen; die Ausbildung in GDI soll maßgeblich bei Einrichtungen stattfinden, die die zentralen Komponenten der GDI des Ausbildungslandes führen und bei denen die GDI-Koordinierungsstellen angesiedelt sind; zusätzlich sollen die Referendarinnen und Referendare Gelegenheit erhalten, Geofachinformationssysteme in den dafür zuständigen Behörden oder Stellen kennenzulernen, maßgeblich im Bereich Umwelt, der freien Wirtschaft oder auf kommunaler Ebene.

Der Ausbildungsabschnitt eignet sich besonders für die Anfertigung von Abschnitts- oder Projektarbeiten oder für Hospitationen bei europäischen Institutionen, in der Privatwirtschaft oder Einrichtungen der nationalen GDI.

V

24

 

Seminare und Lehrgänge, Prüfungen

 

 

Fach- und ggf. länderübergreifende Lehrgänge, Arbeitsgemeinschaften o.ä. bei Fortbildungseinrichtungen der Länder

In einem einwöchigen Einführungslehrgang sollen Kommunikations- und Managementkompetenzen vermittelt werden (z. B. Rhetorik, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Visualisierung und Moderation), die in den Ausbildungsabschnitten und weiteren Lehrgängen auszubauen sind.

Allgemeines Verwaltungsseminar (4 Wochen).

Fachbezogene Verwaltungsseminare (4 Wochen), die im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten durchgeführt werden können.

 

 

Landesamt für Vermessung und Geoinformation

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

(insgesamt 12 Wochen)

Über mehrere Ausbildungsstellen verteilte Referendarinnen und Referendare sollen in den für einen Ausbildungsabschnitt erforderlichen fachlichen Grundlagen gemeinsam unterrichtet werden; dieser einführende Unterricht soll zu Beginn des Ausbildungsabschnitts vermittelt werden.

Seminare sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 8 Absatz 3 (z. B. Planspiele, e-Learning, Integriertes Lernen, Arbeitsgemeinschaften und Übungen in freier Rede, Assessment-Center-Trainingseinheiten sowie Exkursionen).

Besondere Lehrgänge und Seminare sollen eine theoretische Ausbildung in Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit beinhalten (3 Wochen).

Alle Geoinformationsverwaltungen gleichermaßen betreffende fachliche Seminarthemen können länderübergreifend zentral vermittelt werden (z. B. Angelegenheiten der AdV, des Bundes, der GDI-DE sowie europäische Themen).

 

 

Landesamt für Vermessung und Geoinformation (Ausbildungsbehörde) (12 Wochen)

Häusliche Prüfungsarbeit (6 Wochen),

Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht und Mündliche Prüfung einschließlich Prüfungsvorbereitungen
(6 Wochen).

 

ca. 12

 

Erholungsurlaub

 

104

 

zusammen

 


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