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Gericht:Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein 1. Kammer
Entscheidungsdatum:30.04.2019
Aktenzeichen:1 Sa 385 öD/18
ECLI:ECLI:DE:LARBGSH:2019:0430.1SA385OED18.00
Dokumenttyp:Urteil
Quelle:juris Logo
Normen:§ 1 Abs 2 KSchG, § 286 Abs 1 ZPO

Kündigung - Tatkündigung - Verdachtskündigung - Beweiswürdigung - Anhörung des Arbeitnehmers - Arbeitgeber - Sachverhaltsaufklärung

Leitsatz

1. Auch bei einer Verdachtskündigung hat das Gericht zu prüfen und unter Berücksichtigung aller vorgetragenen Umstände unter Zugrundelegung des Maßstabs nach § 286 Abs. 1 Satz 1 ZPO zu würdigen, ob der Arbeitnehmer die ihm vorgeworfene Pflichtverletzung tatsächlich begangen hat.
2. Kommt nur eine Verdachtskündigung in Betracht, ist diese auch bei dringendem Verdacht unwirksam, wenn der Arbeitnehmer zu den ihn belastenden Umständen nicht hinreichend angehört worden ist.
3. Wird der Verdacht damit begründet, dass der Arbeitnehmer die Vorteile einer von seinem/ihrem Lebensgefährten gegenüber dem Arbeitgeber begangenen Untreue (hier: € 5.000.000) mit erlangt habe, und liegen dem Arbeitgeber hierzu aufgrund eines ihm bekannten amtsgerichtlichen Durchsuchungsbeschlusses konkrete Angaben über Kontobewegungen und einen gemeinsamen Hauserwerb vor, sind diese Kenntnisse dem Arbeitnehmer in seiner Anhörung vorzuhalten. Wird dagegen nur allgemein danach gefragt, ob an den Arbeitnehmer Geld geflossen sei, ist dies nicht ausreichend. Der Arbeitgeber kann die anschließende Kündigung nicht mehr als Verdachtskündigung begründen.

 


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