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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung
Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration
Aktenzeichen:545 - 20155/2018
Erlassdatum:16.04.2019
Fassung vom:16.04.2019
Gültig ab:06.05.2019
Quelle:Wappen Schleswig-Holstein
Gliederungs-Nr:790.8
Norm:§ 24 LWaldG
Fundstelle:Amtsbl SH 2019, 475
 

Änderung zum Waldabstand nach § 24
Landeswaldgesetz*)



Gl.Nr. 790.8



Fundstelle: Amtsbl. Schl.-H. 2019 Nr. 19, S. 475



Bekanntmachung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung und des Ministeriums für Inneres, ländliche Räume und Integration
vom 16. April 2019, - V 545 – 20155/2018 -





Der gemeinsame Runderlass des Ministeriums für Inneres, ländliche Räume und Integration und des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung zum Waldabstand nach § 24 Landeswaldgesetz vom 30. August 2018 (Amtsbl. Schl.-H. S. 806), zuletzt geändert durch Bekanntmachung vom 2. April 2019 (Amtsbl. Schl.-H. S. 439),wird wie folgt geändert:



Ziffer 4.1 erhält folgende Fassung:



„Der Waldabstand berücksichtigt die wechselseitige Brandgefahr und die mögliche Bildung von Feuerbrücken. Eine Unterschreitung des Waldabstandes kann in diesem Fall in Betracht kommen, wenn Bedenken wegen des Brandschutzes nicht bestehen. Dazu prüft die nach Nummer 3 zuständige Bauaufsichtsbehörde zunächst die von der baulichen Anlage ausgehende Brandgefahr.



Verwendete Baustoffe von baulichen Anlagen im Waldabstand mit Wohnnutzung oder wohnähnlicher Nutzung müssen mindestens schwerentflammbar und die tragenden und aussteifenden Bauteile mindestens feuerhemmend sein. Weitergehende bauordnungsrechtliche Anforderungen (z.B. an die jeweilige Gebäudeklasse) bleiben unberührt. Über Anforderungen insbesondere im Hinblick auf Heizungsanlagen und Nebenanlagen muss im Einzelfall entschieden werden. Feuerstätten für feste Brennstoffe sind in der Regel nicht zulässig. Zur Beurteilung der Rettungswege und Löschwasserkapazitäten kann, sofern entsprechende Informationen nicht vorhanden sind, eine Stellungnahme der zuständigen Brandschutzdienststelle unter Beteiligung der örtlichen Feuerwehr eingeholt werden. Soweit Bedenken wegen des Brandschutzes bestehen, ist eine Unterschreitung des Waldabstandes unzulässig.



Sofern aus bauaufsichtlicher Sicht keine Bedenken wegen des Brandschutzes bestehen, beteiligt die zuständige Bauaufsichtsbehörde hinsichtlich der Frage, ob aufgrund des Waldes eine Brandgefährdung besteht und ob die unter Nummer 4.2 bis 4.5 genannten Aspekte für oder gegen eine Unterschreitung des Waldabstandes sprechen, die Forstbehörde.“





 


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