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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
Erlassdatum:29.06.2015
Fassung vom:04.03.2020
Gültig ab:01.01.2020
Gültig bis:31.12.2022
Quelle:Wappen Schleswig-Holstein
Gliederungs-Nr:6621.45
Richtlinien für die Förderung einer markt- und standortangepassten Landbewirtschaftung (MSL) als Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" - Anlage 2: Anforderungen an die förderfähige Technik zum Ausbringen flüssiger Wirtschaftsdünger gemäß Ziffer 9

Zum Hauptdokument : Richtlinien für die Förderung einer markt- und standortangepassten Landbewirtschaftung (MSL) als Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes"



Anlage 2



Anforderungen an die förderfähige Technik zum Ausbringen flüssiger Wirtschaftsdünger gemäß Ziffer 9



Als förderfähige Ausbringungsverfahren werden Verfahren anerkannt, die den flüssigen Wirtschaftsdünger direkt in den Boden bzw. unter den Grünland- oder mehrjährigen Ackerfutterpflanzenbestand einbringen. Hierzu zählen insbesondere



Schleppschuhverteiler,


Injektionsverfahren,


Güllegrubber und


Güllescheibenegge.




Definition für verschiedene Verteiler



1.


Ablage des flüssigen Wirtschaftsdüngers im obersten Bodenbereich


Ausbringaggregat als Kufe oder Scheibe


Druckbelastung (Feder oder hydraulisch) der Kufe oder Scheibe zum besseren Anritzen des Bodens


seitlicher Abstand zwischen den Schleppkufen oder Scheiben weniger als 25 cm


exakte Führung der Kufen oder Scheiben zur gleichmäßigen Einhaltung des Abstandes


2.


Einarbeitung des flüssigen Wirtschaftsdüngers in den Boden


Ausbringung über Schleppschläuche und direkte Einarbeitung mit Bodenbearbeitungsgerät, das am Güllewagen angebaut ist


Ausbringung über Schleppschläuche, die den flüssigen Wirtschaftsdünger hinter den Zinken eines am Güllewagen angebauten Bodenbearbeitungsgerätes direkt in den Boden leiten.


3.


Bearbeitung des Bodens mit Grubberzinken oder Hohlscheiben


Einarbeitung des Wirtschaftsdüngers über die an den Grubberzinken angeordneten Schläuche unmittelbar in die vom Grubberschar gezogene Erdrinne in den Boden


die dabei zurückfallende, aufgelockerte Erde deckt den ausgebrachten Flüssigmist sogleich ab.


4.


Bearbeitung des Bodens mit der am Güllefass angebauten Scheibenegge


Gülle/Gärrest wird über die angebrachten Schläuche jeweils unmittelbar bei der Ausbringung direkt in den Boden eingebracht.




Die Ausbringung der flüssigen Wirtschaftsdünger durch Maschinenringe, Lohnunternehmer oder Fremdgeräte ist durch Belege nachzuweisen. Neben den sonst üblichen Angaben muss der Beleg folgende Angaben enthalten:



1.
Datum der Ausbringung der Gülle


2.
Güllemenge in m³


3.
Das Verfahren der Ausbringung


4.
Die Fläche, auf der der Wirtschaftsdünger ausgebracht wurde (ha).

 


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