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juris-Abkürzung:KrummNatSchV SH 2013
Fassung vom:22.01.2013
Gültig ab:01.03.2013
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Schleswig-Holstein
Gliederungs-Nr:791-10-6
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Krummsteert-Sulsdorfer Wiek/Fehmarn“
Vom 22. Januar 2013

§ 5
Zulässige Handlungen

(1) Unberührt von den Verboten des § 4 bleiben

1.

die auf den Schutzzweck ausgerichtete Bodennutzung auf den Flächen im Eigentum der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein nach Maßgabe der Vorgaben der oberen Naturschutzbehörde;

2.

die der guten fachlichen Praxis entsprechende landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 5 Abs. 2 BNatSchG der übrigen als

a)

Acker genutzten, in der Übersichtskarte 1 a und in der Abgrenzungskarte 1 a kariert dargestellten Flächen,

b)

Grünland genutzten Flächen, dabei ist es jedoch unzulässig, die Flächen mehr als bisher zu entwässern, in Ackerland umzuwandeln oder Pflanzenschutzmittel auf diesen Flächen aufzubringen;

3.

die der guten fachlichen Praxis entsprechende forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 5 Abs. 1 und 2 Landeswaldgesetz vom 5. Dezember 2004 (GVOBl. Schl.-H. S. 461), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 13. Juli 2011 (GVOBl. Schl.-H. S. 225) der als Wald genutzten Flächen;

4.

die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. September 1976 (BGBl. I S. 2849), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 6. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2557) in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des LJagdG sowie die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des BJagdG auf Füchse, Marderhund, Waschbär, Mink und Marder in dem in der Übersichtskarte 1 a mit Punktsignatur und in der Abgrenzungskarte 1 a gelb unterlegt dargestellten Bereich des Nehrungshakens Krummsteert;

5.

die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des BJagdG auf den übrigen Flächen, dabei ist es jedoch unzulässig,

a)

die Wasservogeljagd außerhalb der als Acker genutzten Flächen auszuüben,

b)

die Jagd auf Graureiher auszuüben,

c)

Hochsitze zu errichten, die mehr als 10 m 3 umbauten Raum umfassen,

d)

Wild zu füttern, Wildäcker oder Wildäsungsflächen anzulegen oder zu betreiben oder Brutkästen für Enten aufzustellen;

6.

die Durchführung von Vergrämungsmaßnahmen im Sinne des § 26 BJagdG auf den als Acker genutzten Flächen;

7.

die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei im Bereich der Bundeswasserstraße Ostsee, soweit keine Beschränkungen nach § 5 des Bundeswasserstraßengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Mai 2007 (BGBl. I S. 962, ber. 2008 S. 1980), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 6. Oktober 2011 (BGBl. I S. 1986) oder der Küstenfischereiverordnung vom 11. November 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 640) getroffen sind, dabei ist es jedoch unzulässig,

a)

den Fischfang mit der Handangel und das Schleppangeln innerhalb des ufernahen, 50 m breiten Gewässerstreifens entlang der Uferlinie des Krummsteerts sowie in der Sulsdorfer Wiek auszuüben, diese Bereiche sind in der Übersichtskarte 1 a und der Abgrenzungskarte 1 a grau unterlegt dargestellt;

b)

Wattwürmer auszugraben oder auszuspülen;

8.

der Betrieb und die Unterhaltung der genehmigten baulichen Anlagen und Pumpwerke;

9.

die erforderliche Unterhaltung der Gewässer, die der Vorflut dienen,

a)

auf der Grundlage eines von der Wasserbehörde im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde zu genehmigenden Gewässerpflegeplanes, in dem Art, Umfang und Zeitpunkt der Unterhaltungsmaßnahme anzugeben sind oder

b)

aufgrund einer Anordnung oder Verordnung nach § 42 Abs. 1 WHG in Verbindung mit § 49 Abs. 1 und 2 Landeswassergesetz (LWG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. Februar 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 91), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Oktober 2012 (GVOBl. Schl.-H. S. 712);

10.

der Betrieb und die Unterhaltung

a)

von Rohrleitungen und Einlaufbauwerken an den Gewässern oder offenen Gräben zur ordnungsgemäßen Einleitung von Niederschlagswasser oder Abwasser aus genehmigten Anlagen und

b)

von weiteren bestehenden Versorgungs- und Entsorgungsanlagen sowie das Verlegen oder die Änderung von unterirdischen Ver- und Entsorgungsanlagen auf vorhandenen Trassen;

11.

der Betrieb und die Unterhaltung gewässerkundlicher Messanlagen nach § 101 LWG sowie die hierfür erforderlichen Forschungs- und Vermessungsarbeiten;

12.

die erforderlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Straßen, Wege, Plätze, Brücken oder sonstiger Verkehrsflächen, dabei ist es jedoch unzulässig, wassergefährdende, auswasch- oder auslaugbare Materialien zu verwenden;

13.

die erforderlichen Maßnahmen des Küstenschutzes im Sinne des siebenten Teiles des LWG sowie die hierfür erforderlichen Maßnahmen der Wasserwirtschaft einschließlich der Forschungs- und Vermessungsarbeiten, unzulässig sind dabei jedoch Vorhaben, die nach Wasserrecht oder anderen Rechtsvorschriften erlaubnis-, bewilligungs-, genehmigungs- oder planfeststellungsbedürftig sind;

14.

die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben des Bundes im Bereich der Bundeswasserstraße Ostsee nach Maßgabe der Bestimmungen des Bundeswasserstraßengesetzes einschließlich der hierfür erforderlichen Forschungs- und Vermessungsarbeiten;

15.

das Betreten oder Befahren

a)

der jeweiligen Grundstücke einschließlich der Gewässer durch die Grundstückseigentümerinnen oder Grundstückseigentümer oder Grundstücksbesitzerinnen oder Grundstücksbesitzer oder deren Beauftragte zur Wahrnehmung berechtigter Interessen;

b)

des Naturschutzgebietes durch Beauftragte oder Bedienstete der Naturschutzbehörden;

16.

Maßnahmen zum Schutz oder zur Pflege aller nach dem Denkmalschutzgesetz (DSchG) in der Fassung vom 12. Januar 2012 (GVOBl. Schl.-H. S. 83) erfassten Kulturdenkmale, die die Denkmalschutzbehörden im Einvernehmen mit der oberen Naturschutzbehörde durchführen oder durchführen lassen;

17.

das Befahren der Bundeswasserstraße Ostsee mit Wasserfahrzeugen jeder Art, soweit keine Beschränkungen nach § 5 des Bundeswasserstraßengesetzes getroffen sind;

18.

Untersuchungen und Maßnahmen zur Pflege oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die Naturschutzbehörden durchführen oder durchführen lassen; bei Maßnahmen im Bereich der Kulturdenkmale unter Beachtung des § 27 Abs. 3 LNatSchG .

(2) Soweit eine der in Absatz 1 aufgeführten Maßnahmen im Einzelfall mit einem Eingriff in Natur und Landschaft verbunden ist, sind die Bestimmungen des Kapitels 3 des BNatSchG in Verbindung mit Kapitel 3 des LNatSchG zu beachten.

(3) Die untere Naturschutzbehörde trifft bei Gefährdung des Schutzzweckes nach pflichtgemäßem Ermessen die erforderlichen Maßnahmen.

 


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